Pflanzen Historie. 29
der Einsammlung vorbemeldter Stücke zu mer«cken: 1) daß sie bey rechter Reife geschehe, wo»! von wir oben bey den Würzen die Anzeige ge»than. Mit dey.en Blättern und Krautern hates gleiche Beschaffenheit, sie müssen gepflücktwerden, wann die Stiele, so Blumen tragen sol«len , sich kaum anfangen zu zeigen ; und so auchbey denen Blumen zeigt es sich zumal, was denGeruch betrift, von sechsten, wann solcher amkräftigsten sey. Die Reife der Saamen undFrüchte weiß jedermann. Wo aber ein Stückunreif zu gebrauchen nöthig ist, wie die Baum«nässe: der oft in einem kurzen Zeitpunct, wie dieHeidelbeerblätlein , bestehet, da wird es in derPflanzenhistorie besonders angezeiget, r) Daßwegen der Zeit besonders zu merke«, wie nemlicheinige Stücke, als Kräuter und Blumen, am be-sten bey temperirter Luft einzusammlen; hingegensolches im Regen, oder bey starkem Thau, oderbey größter Sonnenhitze zu thun schädlich seye.z) Die Trocknung muß auch nicht in der offenenSonne, aber doch an dem trockensten Ort gejche,hen,der durchstreichende Luft hat, und doch wohlbeschlossen ist. 4) Die Aufbehaltung erfordertein gleiches, insonderheit wohl beschlossene Schub«kästen oder Schachteln. Niemand sammle auchzu viel, oder mehr, als er zu verbrauchen weiß, da-mit er eher Ursach habe, alle Jahre was frische»l aufzunehmen. §.r6.