Pflanzen »Historie. 14z
blätter statt des Hopfens zum Bierfieden zu ge-brauchen, wie uns Linnäus versichert. UebrigenSist von allem bittern auch in der Arzney gewiß/daß es zwar was würksauus, aber auch was zeh-rend, ja ätzendes mit sich führe, und gleichwiebittere Sachen den todten thierischen Leib vor derFäulung erhalten, also setzt ihr Uebermaaß in ei-nem lebendigen Leibe die Säfte oft in eine solcheVerdünnung und Wallung, die den Tod beför-dert. Sonst ist dieses Bieberklee mit einiger Vor-sicht gebraucht eine vielfältig heilsame Arzney, dieDicke der Säfte des Leibes zu verdünnen, die en-gen Wege zu eröfnen, den Schweiß zu treiben.Insgemein wird der ausgepreßte Saft davon,oder ein daraus verfertigter Thee oder kalter Trankgebraucht. Langwierige kalte Catarrhen, die Glle,derkrankheit, Engbrüstigkeit, das ausgedunstet»«Wesen, und die Wassersucht hat man bisweilendaniit curiret gesehen, deßgleichen die Raube; wel-che Zustände alle in ziemlicher Verwandschaft ste-hen. Aber in der Lungensucht und Abzehrung desLeibes wollte ich von selbiger nur wenig zulassen.Mehr und eher in einer Lähmung von vorher ge-gangener Mtlzkrankheit oder Hypochondrie, auchäusserlich so wohl als innerlich in langwierig flies-senden Geschwüren, auch bey einigen als Tobackzu rauchen mit Grundreben, und Schaquerill,wider lange catharröse Halezustände und Hak-
sere.*