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Pflanzen- Historie. 225

und ziehen die größte Nahrung davon, wie wir indieser Pflanzenhistorie öfters vernehmen werden,und kurz zuvor bey der^ick/milla, Sinau, da-von gedacht worden. Einige wollen das ErleneLaub zu Vertreibung derer Mäuse nützlich gefun-den haben, * wann man es zum Korn lege, auchdaß die klebrichten Blatter in die Kammer gesircuet,zu Fangung der Flöhe dienlich fiyn. Die gedörrteabfallende Blätter aber zur Düngung zunehmen,wird mehr Schaden bringen, und ist ein elendesHülfsmittel der Armenhäusler, bey denen eineDürftigkeit der andern die Hand bietet. Grünaber sollen doch diese Blätter den Dünger helfenheiß und geil machen. ** Zum Schaasfütlernkönnen auch diese Blätter nicht anders als frühetaugen, nemlich ehe die Schaafe ein brffers Laubgeschmeckct, sonst bristen sie jenes nimmer an; undwelche Schaafe solches Laub essen, die find beson-ders vor gesund zu ästimiren. Einige halten sol-che Erlenblätter als eine besondere Arzney vor dieSchaafe.

§. rz.

Vor die Menschen ist einmal noch wenigbekannt, daß von der Erle zur Arzney angewandtworden. Tourneforr lobet zwar, daß die Ein-wohner einiger Alpen ganze Säcke vollMlenblät,

ter

* von Rohr Hauswirthschast, p. 665.

** Döbels Jäger» Prattica, itt. 9.