1O8 Oecononiische
geebnete Erde im Küstlein auf folgendes Jahrstehen, weil unversehens das Beste noch zurückseyn könnte. Bey der Versetzung aber in bewu-ste taugliche Erde müssen sie drey Zoll ins gevierte. von einander kommen: auch ihnen anfangs Schat-ten gemacht werden. Wann dann wieder einFrühling erlebt wird, so siehet man schon die Blu-men, und kan die Auswahl damit machen. Undalso geschiehet die Vermehrung durch den Saa-men, dabey man offt gany neue Arren be-kommt.
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Die andere Vermehrung durch die Bruthoder Nebenschößling, dadurch die vorige Artenbeybehalten, und die zu alte Stöcke vermiedenwerden, geschiehet wann jene im April abgenom-men , und nach Belieben in Töpfe oder Garten-beete gesezt, und dann nach Erforderung mitSchatten, oder Begiessen bedient, und vor starkemRegen oder aufziehendem Frost bewahret werden.Der erste Frühling zeigt hier schon was die Mün-tze gelte. Ist ste gut, so werden sie versezt, da-mit man im zweyten Frühling die völlige Blumehabe. Endlich beruhet die Erhaltung guter Au-rikelnstöcke und Blumen auf folgenden Regten *.Im Winter soll man die allzu grosse Nasse, durcherhöhete Beete abwenden und zwischen die Stöcke
vor
* Millers Gärtnerlericon.