Vorrede.
die Redner einer Person zuEhren eine Lob-Rede hatten wol-im/ so gebm sie sich össterS vieleMühe / einige rühmliche Verrichtungenoder sinnreiche Reden ans dem Leben der-selben aufzusuchen/ die/ wenn sie nicht denNamen einer wahrhafftigen Lugend be-haupten können/ wenigstens den äusserst-chenSchein einer Tugend haben/mithinein Lob verdienen wogten. Dahero esgar selten zutrifft/ daß/ wenn man nachdem Grund und nach der Wahrheit ur-theilen will/die Person diejenige gewesen/für welche sie mit so vielen nach der Re-de-Kunst geschminckten Worten ange-priesen und herausgestrichen wird. Daßdieses aber kein wahres Lob sey/wird mirjederman leicht eingestehen; als welchesnur allein darinnen bestehet/ wenn mehrtugendhaffte Thaten in dem Leben sichgezeiget / als Worte in dem papiernenA - Lob-
«