! Rheinischer ^miquarius. sSx
k eine starcke Oeffnung , weiche, wann eS diek Frantzosen darauf hätten ankommen lassen, zums Stürmen gar bequem würde gewesen seyn; Al«' lein es sahe sich der hochmüthige Lommendank- von durch diesen Zufall gezwungene
! um Gnade zu bitten. Diesemnach lies er drey^ blau und weifte Fahnen ausstecken, und dieü schlagen , fertigte auch einige -Ofticirer
f und Cappucinrr in das Lager ab/ um einenanzuhalten. Woraus Se. Churfürstlichei Durchlaucht, von Brandenburg mit der hohen' Generalität, des Feindes Begehren in eigenerhohen Person selbst überlegten. Es bestund cherdessen Verlangen darinnen : Daß er mit Sackund Pack, mit vollem Gewehr / mit einigenStücken, und mit allem vorräthigem Gelde' abziehen dörftte. Es wurde ihm aber solchesanfänglich abgeschlagen, und die Gnade der 2 ln-j nähme auf Gnad und Ungnav ertheilet. End-lich aber traft man doch noch gar leidliche -Ver-i gleichs-Puncte, deren i;. waren. Denensel-! den zu Folge musten die Frantzosen den 27. ^suüi,Morgens um 9. Uhr Mit klingendem Spiel,brennenden Lunden, Kugeln im Munde, fliegen-den Fahnen , Gewehr und zu Pferd
und zu Fuß, mit Paucken, Standarten, Trom-peten, Trommeln und allem kurtzem Gewehr, er-wärm r;c>. Mann starck ausziehen, worauf sie,samt ihrem nacher Luxenburg be-
gleitet wurden.
Die zwryte Belagerung ereignete sich änn»170!. als der leyte Churfürst von Cölln, 70/c-c^le,»e»5 diese Festung aufs neue den Frantzo»Nr,; sen,