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mal erzeugten Zweifel an dem wohlthätigen Einflußder Künste und Wissenschaften auf die Glückselig-keit deS Menschen und seine Veredlung.
DaS künstlichste Gewebe von Sophismen, mitwelchem ein geistreicher und talentvoller Sonder-ling die litterarische Welt damals beschenkte, gabdie erste Veranlassung zu einem System, welchesvon einem Manne mit dem Feuergeist Rousseausgeprcdiget und von einer ausgezeichneten Gesell-schaft französischer Gelehrten gekrönt, als ein wah-res Verbrechen der beleidigten Menschheit konntebetrachtet werden. *) Durste man nun einmal die
") Als Rousseau schon entschlossen war, die bekannte Preis-frage der Akademie von Dijvn zu beantworten, besuchte ereines Tages Diderot, mit weichem er damals noch in sehrfreundschaftlichen Verhältnissen stand. Diesem machte Rous-seau seinen gefaßten Entschluß bekannt. Diderot fragte ihnnun: wie er dann allenfalls diesen Gegenstand z» behandelngedächte? S» eben wollte jetzt Rousseaus feurige Beredsam-keit sich in einen hinreißendes Strom von Segnungen undLobeserhebungen ergießen über den altmächtigeu und wohl-thätigen Einfluß der Künste und Wissenschaften auf dieVeredlung und Glückseligkeit der Menschheit, als Diderotthn ganz trocken mit den Worten unterbrach: o'eat Is pvutü l'sve. Eine plötzliche, ziemlich lang anhaltende Stillefolgte auf diese unerwartete Bemerkrmg. Alle fernere Un-terredung über diesen Gegenstand hatte nun ein Ende; dieUnterhaltung wurde einsilbig, rurd der Besuch bald beendigt.
In sich gekehrt und mit umwölkter Stirne gieng Rous-seau von Diderot hinweg, und sahe seinen Freund nicht eherwieder, als bis er die Welt mit dem größten Paradoxon,das die neuere Litteratur ansznw-.iscn hat, beschenkt undauf das neue EicrreS bekanntes Diktmn bestätiget harte: