wig Mors auS dem Hause Sforza beinahe zu gier.cher Zeit in Italien lebten. Der allgemeine Ab-scheu und der gerechte Fluch der Nachwelt» der aufimmer diese gekrönten Unmenschen belasten wird»muß nothwendig auch zum Theil auf jenes VolLherabfallen, aus dessen,Schooße diese höllischen Un-geheuer hervorgiengen. Aber auch dieses bei Seitegesetzt; wie äußerst verdorben muß nicht ein Volkseyn, wenn Gott in seinem gerechten Zorne zuläßt,daß solcher Auswurf der Menschheit über dasselbeherrscht» und wie wenig Keime einer möglichenbaldigen Besserung müssen sich in demselben vorfin-den, wenn solche eben so scheusliche als feigherzi-ge Tyrannen überall die geschäftigsten Diener ihrerBosheiten, die thätigsten Gehülfen ihrer schwärze-sten Laster und eben so brauchbare Rathgeber, alsnoch willigere Werkzeuge zu -jeder nur gcdenkba-ren Schändlichkeit finden konnten?
Dieses ist das treue von der Geschichte gezeich-nete Bild>jener Zeiten, die nicht selten von Dich-tern besnngen, noch öfters der Gegenstand Hin-reissender Deklamationen wurden und über welchenoch jetzt so viele schwankende und falsche Begriffeim Umlauf sind. Keine Periode der alten undneuern Geschichte umfaßt so viele Jahrhunderte,als eben diese. Hundert Jahre nach der Nieder-lassung der germanischen Stämme in den römi-schen Provinzen beginnt sie schon ihren zermal-melndcn Lauf. Als das morsche römische Gebäudebei dem Andringen der von Norden und Ostenherwandernden Völker zusammenstürzte, hatte das
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