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Nicht selten hört man jetzt Klagen über dieimmer mehr abnehmende Zahl der Geistliche;man befürchtet, es möchten in der Zukunft nochWenigere sich diesem heiligen Grande widmen.
;>r klagen, sollte man lieoe» jubeln undfrohlocken. Es ist nicht die große Anzahl, sonderndre Brauchbarkeit und hervorleuchtende Heiligkeitder Geistlichen, was die Kirche jetzt bedarf. ESwaren nur wenige Männer, aber alle entbrannt vonApostolischem Eifer, alle beseelt von dem wahrenGeiste des Evangeliums, welche in der Mitte deSsechzehnten Jahrhunderts tief in dem Orient da»Heidenthurn mächtig erschütterten, Jahrtausendehindurch verehrte Jhole zertrümmerten, verwaißtenVölkern die Bothschast des Heils und der Erlö-sung überbrachten, die Sitten vieler in Ruchlosig-keit und Yen schändlichsten Lüsten versunkener Städ-te verbesftrten und einen Saamen des Guten aus-streueten, der bis auf die heutigen Tage noch im-mer neue Früchte des Segens hervorbringt.
Ohne Kenntniß der schweren Pflichten undohne genaue Prüfung seiner Kräfte sich einemStanhe hingeben, welcher beynahe die Reinheithöherer Geister erfordert, ist ein unverzeihlicherFrevel. — Wer nicht, vertraut mit dem ganzenUmfang feiner erhabenen Pflichten, fich gänzlichmit seinem heiligen Berufe zu identifiziren ver-mag; wer noch durch die unedlere Menfchenna-tur, durch irdische Zwecke und Hoffnungen sichgefesselt fühlt; wer nicht das äusserste, was dieMenschheit aushalten kann, zu versuchen im Stqn-
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