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te völlig unterschreibt, liegt nun schon gröstentheilSdie Rechtfertigung Deutschlands, welches dem An«denken dieses eben so kühnen, als durch äussereUmstände begünstigten Reformators bisher wederStatuen noch Denkmähler errichten wollte. Aberso wie oft durch eine Kleinigkeit- welche selbstdem scharfsehendsten Auge entgeht, das LooS einesStaats, ja selbst das Schicksal ganzer Völker be-stimmt wird- gibt es auch nicht minder selten indem Leben historischer Menschen gewisse unbedeu-tende Ereignisse, in welchen ganz allein der Schlüs-sel zu allen Geheimnissen ihres Geistes, Herzen«Und ihrer ganzen Handlungsweise zu suchen ist.
Als Luther noch ein Jüngling war, würd«riner seiner jugendlichen Freunde von dem Blitzedicht an feiner Seite erschlagen. Heftig erschüt-terte dieser Zufall sein ganzes Nerven - System.Bald zeigten sich die unverkennbaren Spuren ei-ner gefährlichen ihm drohenden Geistes - Krankheit.Jugend in Verbindung mit einer von Natur ausstarken Constitution trotzten zwar anfänglich, demUebel; als er aber nachmals die Klostergeläbdeabgelegt hatte, traten die traurigsten Simptomeneiner gänzlich zerrütteten Einbildungskraft ein.Phantomen einer aufgereihten, kranken Phantasieverfolgten ihn unaufhörlich; überall sahe er dieSchreckenbilder des jüngsten Gerichts, der Hölle,der Teufel und aller höllischen Strafen. In dir.sem unseligen, zwischen Gesundheit und Verrückt-heit, schwankenden Zustande widmete er sich aufdas Zureden Staupitzens, eines Obern seines Or-
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