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Friedrich Hoffmanns Kurtze doch gründliche Beschreibung des Saltz-Wercks in Halle : Dabey viele physicalische curieuse quæstiones von dem Saltze, Ursprung der Saltz-Quellen, Unterscheid und Nutzen, auch præparation des Saltzes erleutert werden/ Zum gemeinen Besten entworffen
Entstehung
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Schließlich ist auch zu melden / wie hoch der Gehalt sey andererSaltzquellen in Deutschland. Nun muß ich zwar hier aufrichtig beken-nen/daß ich die Gelegenheit nicht gehabt selber viele davon zu examini-ern. Ich will aber dasjenige / was mir von andern communiciret ist/und zwar von einem Landsmann/der im Saltzwercke sehr verständig underfahren. Ein Pfund Lüneburgische Sole soll halten 8- Loth. Die reich-ste Sole soll seyn zu Schower bey Eperies in Ober,Ungarn / und zuReichenhalle / so Bayrisch/Meilen von Saltzburg/ und soll geben r.Pfund Sole/ 9 und ein halb Loth Saltz. Der beste Brunn zu Staß-fürt soll geben 6. Loth; zu Großensaltze der beste s. Loth/i. quentl.: derzu Altensalha i. Pfund/ z. Loth und ein halb quentl.; zu Suldvrff ebenso viel; in Friedrichsthal r. Loth und ein halbHuentl.; zu Suler.Loth;der Brunnen zu Aschersleben / zu Colberg in Pommern/ icemzuSal-tzungen/ zweylöthig; zu Francksnhausen z. Loth/quentl.; zu Allen-dorff in Hessen dreylöchig; zum Saltz zur Hallen zweylöthig/ alles ge-rechnet auf Ein Pfund. Doch wird nöthig seyn/ daß man nach obigermerkoäe solches genauer untersuche.

Lax. IX.

Von dem Siedendes HätlischenSaltzes/ und

dessen Vortheilen/ auch Sparung des Holtzes.

dasHällische Saltz gemacht wird/ nennet manein Koch/ und das Saltzwasser Sole. Unter der Erde im Kochist ein Solfaßeingegraben/welches ein kecepmculum der Soletst/ darinn ;.bis 4. Schock/ auch mehr/ Zober Sole können verwahretwerden. Ferner ist in dem Koch gebauet ein Hecrd/ an dessen üruäurgar viel wegen Sparung des Holtzes gelegen. Querüber den Heerdgehen r. Sogbäume/ daran die Haken sind/ so die Pfanne halten/da-mit man 6e kan abziehen und aufsetzen.

Die Pfanne ist iz. Zollstäbe lang/9. breit/und einen Zollstab tkess.Wird alle volle Siede-Wochen dreymal gefeget/und in der Fegung hin-aus vors Koch getragen/an einer Seite ein Stock untergesetzet/ darnachmit Stroh ausgebrant/ dann wiederaufgerichtet / und wird der Saltz-stein/der sich am Boden anhängt/ und Schöp genennel wird/ mit einemHammer abgeklopffet/ und mit Asche undRmdblut verküttet und ver-strichen.

Zueir