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Friedrich Hoffmanns Kurtze doch gründliche Beschreibung des Saltz-Wercks in Halle : Dabey viele physicalische curieuse quæstiones von dem Saltze, Ursprung der Saltz-Quellen, Unterscheid und Nutzen, auch præparation des Saltzes erleutert werden/ Zum gemeinen Besten entworffen
Entstehung
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sen/welches die unionem spiculorum lälinorurn hindert/wegnimmt/kheilsauch prsecipicket es die salhigen Theile aus der Feuchtigkeit.

4. Ist nöthig / daß man das Salh/ welches sich unten sehet/gar gelinde mit dem Scheubcl heraus nimmt/ denn die siarcke Bewe-gung giebt kein grosses Korn. Die ^n^I. pa§. 88s. indem siedas Sieden des Salhes zu !§ortv/ick in Engeland beschreiben/ wel-ches ziemlich gleich kömmt unserm Hällschcn Saih-Sieden / setzen diesemerkwürdige Obflerv^rion, daß nemlich das Saltz/ wenn es in klei-nen Pfannen gekocht wird / darüber man etwa« zwey Stunden zubrin-get / viel besser in der Lusst daure/ob es gleich nicht so grob kärnerich/und auch schwerer ist / und wird von denen gekaufft die es weit weg füh-ren. In den grossen Pfannen aber die liess sind / und da es aus der Sohleherausgenommen wird/ wird es zwar luckerer und die Körner größer in demes langer gekocht wird / aber es ist leichter.

y. Ist notable daß wenn die Pfanne rein ist/d.i. von dem an-hangenden Schöp und Saltz-Slein ausgebrannt worden/ die ersten zweyStücke nicht so gut / leicht und schön / sondern kleiner werden / undpfleget man sie Gar-Stücke zu nennen / damit sie also die menlur er-reichen / geust man etwas mehr Sole zu. Die andern Stücke werdenhernachmals schon bester. Die Ursach ist/ daß weil im Anfang das Feuerunter der Pfanne so starck ist / es die Ormaulmionem 83iiuin ver-hindert wenn sich aber in der Pfanne ein gelinder Stein angesetzet hat/und auf dem Boden Schöp ist / und das Feuer nicht so unmittelbarund starck auf die Sole kömmt/ wird das Salh leichter und lockerer.

Dieses aber ist dabey zu mcrckcn / daß wenn der Schöp so dickund starck ist/ welches geschiehet in dem dritten und vierten Tag/so ge-het mehr Feuerwerck auf.

Letzlich ist nicht unbillich die Frage / ob man nicht durch einigeumflcm in der Saltz - Siedung das Holh sparen könne. Vor diesemmachte man aus fünf Klassiern Höllisch Floß-Holtz etwann rs.biß rb.Stücke. Anietzo können etliche Meister zr. biß zz. Merck daraus sie-den. Die Ursach ist weil der Heerd anießt viel vvrheilhafftiger gebau-er als vor diesem. Es ist auch kein Zweifel / daß noch fernerer Vor-theil inErsparung desHoltzes auszusinncnsey. Meine Gedancken hiervonsind diese / man solle billich in einem Koch zwey Pfannen und zwey Heer-de haben. Die eine solle etwas kleiner seyn als die andere. In derkleinen solteman die Sole/ nachdem sie geschäumt / über die Helffteeinkochen/ und alsdenn wieder so viel neue Sole hinzuthun / und wie-der eine Stunde kochen : und würde hier das cominuirliche Feuer ei-

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