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7 lkch denjenigen / welche ein dickes schweres Blut haben / sich nicht bewe-' gen/ nicht viel dabey trincken / diesen verursachet es vor andern denScharbock/bringet Kratze/Raudigkeit/Geschwüre und allerhand Schmer-H tzen zuwege.
A- Über dieses thut dasgemekneSaltz auch fonderbareMirckungenbey
andernCörpern/die kein Leben oderNahrung haben.Als es ist sonderlich re-wLr^uabel.daß dasGold aufkeinerley Art kan aufgelöset werden ohneZu-scch des gemeinenSaltzes.Es kan auch kein Silber/welches mitKupffer ver-mischet/ ausgesotten und vomKupffergesäubert werden/ ohnezuthuung desSaltzes. Fernergibt das gemeine Saltz unter allen mineralischen Saltzenden allerfiüchligsten 8xiriwm. Man giesse nur aufdas Saltz in ein Glaßgethan eine porrion vom oleo virriolicha wird man sehen/was vor ein sub-tiler flüchtigerDampffaufsteigen wird/welchen man mit sehr gelindenFeuerin einen treflichen flüchtigen 8pirirum herüber treiben kan.Dieser 8piritus.auch der mitThon clettilliret/ ist eine treffliche Magen-Stärckung/ver-ursachet appetit / und so er mit kalten Wasser getruncken wtrd/rO.Twpffendavon in ein Maaß gethan/ schlaget er den Durst/ Galle und Hitze dar-nieder/ befördert den Urin / und bekommet allen/ die eine hitzige Aufwal-lung im Geblüts und Aufstossung der Galle in den Gedärmen haben / sehrwohl.
Es ist auch zuletzt nicht mit Stillschweigen zu übergehen das trock-ne Bad/ besten man sich mit grossen Nutzen bedienen kan in den Saltz-Koten an dem Ort und Stätten / wo die Stücken Saltz trocknen und aus-dörren. Es treibet der warme Dampfs und Brokern von dem Saltzehefftig den Schweiß hervor/ zertheilet die Geschwulst/Flüsse und stocken-de Feuchtigkeiten in dem Fleisch und Gliedmassen. Man kan sich dessensonderlich bedienen im Frühling und Herbst nach geschehener Aderlaß undgebührender Lvacuarkon des Unter-Leibs. Der elkec^ ist erwünschter /wenn man zuvor/ehe man an die Schwitz-Stäke gehet/ einige schälchenvon Thee oder Ehrenpreis rrincket / damit die Kumores desto flüßigev/ werden. Nach dem Schweiß aber muß man sich vor kalter Luffr wol2 in acht nehmen. Doch müssen sich die Vollblütigen/ welche verstopfftenLeib haben/ und viel Unrath in dem Magen und Gedärmen besitzen / ab-sonderlich die zum Eysser geneigt/ vorsichtiglich besten gebrauchen/oderzum besten gar davon abüiniren.