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nommen. Die Ursache warum man vor diesen so viel gesotten / ist /weil vor dem Teutschen Krieg das gantze Böhmen / Schlesien und Fran-cken-Land das Saltz allhier geholet. Bey den Kricgs-Iroudlen aberan hresigen Oerternhatman das Saltz nach Böhmen/ nach Franckenaus dem Saltzburgischen und Bayern ko^rniret/ und hat man pon nn.i6zr. bis hieher niemals über 2s. Wochen gesotten. Also hat man zudieser Zeit / da die Brunnen von Sole angelauffen mehr auf i. Quart /Pfanne oder Nössel / gießen können / als vor diesem. Auf diese Zeitensind die 2?g. Schock gerichtet. Man findet auch keinen le^em funäa-merrtälem/ da ein gewisser numerus der Sole und Kothe gesetzet: undwenn solches so eingerichtet wäre worden/ hätte man gar nicht nöthig ge-habt einer clilpoürion des Landes-Herre und einiger Besatzung/ die dochjährlich allezeit geschehen muß. Sondern es haben vielmehr die Landes-herren den numerum der Kothe mehr Augiret als reikrin^iret/ weilsie auf lälutem pudlicarn gesehen / nnd besser tn einer Kepublic ift/ daßvon einem großen Gewinn viele als wenige participiren. Aber diesesist wahrscheinlich/ daß zu der Zeit Lrneützda die Irrungen zwischen derPfannerschasst und den Rath entstanden / hundert gangbare Kochengewesen / daher -5. auf die Quartam kommen. Von der Zeit an findimmer successive, mehr gebauet worden. Es ist aber sonderlich auch die-ses merckwürdig/ daß man in den alten Registern findet / obgleich mehrKoch gewesen/dieselbe dennoch nicht allezeit/ völlig so viel ihrer gewesen/besetzet worden / sondern es sind bisweilen ,. r. z. ein Jahr stehen ge-blieben. Nachdem ich aber die Ursache,untersuchet/ so finde ich / daßsolche diese gewesen. Erstlich sind vi'elsältig der Herren Ertz - BischcffeKothe von ihrer Quarte stehen blieben / ja gar wüste gelegen / denn weil sieDie Quarte selber nicht versotten/ sondern die Koth und Güterum pen.Lou ihren Bedienten oder andern zur Pfannerschasst babilirirten Bür-gern ausgegeben/ dieKoth-penüon aber damals gar geringe gewesen/und nicht viel über 2o. bis ZO. Gülden getragen; so hat man einige Kochedie baufällig und ruiniert gewesen/ weil sie etliche IOO. Thlr.wieder zubauen und repariern gekostet/ liegen lassen/ und.findet man gar vssterstn den alten Nachrichten / daß immer einige Kothe von der Quarte wüstegelegen / und'.solche der Pfannerschasst zum besten nicht besetzet worden.Zu dem so sind vor alten Zeiten die Koche sehr schlecht gebauet und da-her bald baufällig worden. Denn weil der warme Brotem von derSole mit der Hitze des Feuers durch das gantze Koth gedrungen/ hak er'Die Balcken und das Holtz- Merck leichte mürbe gemacht und verzehret.Dahero hat man alle zo. Jahr ein Koth müssen lassen neu bauen.
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