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Friedrich Hoffmanns Kurtze doch gründliche Beschreibung des Saltz-Wercks in Halle : Dabey viele physicalische curieuse quæstiones von dem Saltze, Ursprung der Saltz-Quellen, Unterscheid und Nutzen, auch præparation des Saltzes erleutert werden/ Zum gemeinen Besten entworffen
Entstehung
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was man hat nicht so gut und hoch gemessen soll als man kan. Meindieses ist gar nichts neues in gemeinen Wesen. Es stehet keinen frey/der die Freyheit zu Brauen hat/daß er seine Gerste und Hopsten den erbauet/ so starck verbrauen darffals er will und kan / sondern er darffnichtmehr brauen und nicht mehr Vortheil gemessen als sein Mit-Gewercks,der eben so viel bekommt / ob er gleich keine eigene Gerste undHopffenbauet.Auf solche Weise verhält es sich auch mithiesigem Salh-Werck/daein jeglicher nicht nach Gefallen seineSole/die er eigen oder geliehen hat Ver-ven darff/ sondern nach der egalitär und numero der nach Beschaffen-heit der Sache und wie es das bonum publicum erfoderdert/ Landes-Herr jährlich sehet. Esist auch billich/ weil ein Koch gleiches Rechthat/ nicht eben so viel kostet als das andere/ und ein Pfänner gleicheonera hat / daß er auch gleichen xroKr gemesse. Wie nemlich ein Guts-Herr von seinen Quart Sole eben so viel xr^terimet als der andere.

Dieses sind insgesammt die kunäsmenra der herrlichen undschönen Ordnuyg auch Einrichtung bey unserm Salh-Werckc zu Halle:welches hauptsächlich auf der Wohlfarth hießiger Stadt/ Bürger undderjenigen/die etwas von diesem Saltz-Gut entweder Koch oder Güterbesitzen / und daß niemand zu viel oder Unrecht geschehe / gerichtetund pfleget deswegen sonderlich der Landes. Herr diese Ordnungzumachen / auch darüber fest zuhalten / cujus oKcium eLxromovere communein lubäitorum Lc civiumfelicitatem.

Eigent-