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[Erster Band]
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zu Erzeugung besserer Wolle. 455

forderlichen Anstalten zur Verbesserung derselben zutreffen. Ich gestehe, daß es schwer halten wird,hierinnen eine Einrichtung zu machen, welche derSache genugsam abhelfiiche Maaße giebt, und dochnicmand nachtheilig ist. Wollte man überhaupt alsl ein Gesetz vorschreiben, daß keine Schäferey anSchäfer zu verpachten wäre, sondern nichts alsKostschäfer gehalten werden sollten, die selbst keineeigenthümlichen Schafe halten dürften: so würdeman nicht allein der Freyheit der menschlichen Hand-lungen zu nahe treten, sondern diese Einrichtungwürde selbst vielen Landwirthen beschwerlich fallen,die die Verpachtung ihrem Vortheil gemäß erachten,oder so viel Kosten zu Anschaffung eigener Schafenicht aufwenden wollen, oder können; wie denn auchdie Schäfer, die einmal mit eigenthümlichen Scha-fen versehen sind, darunter sehr leiden würden.Meines Erachtens würde es wenigstens zu Minde-rung dieser Betrügereyen etwas beytragen, wennein Gesetz gegeben würde, daß kein Schafknecht, erdiene bey einem andern Schäfer, oder bey den Eigen-thümern der Schäfereyen selbst, statt seines Lohneseigene Schafe unterhalten dürste, sondern daß erseinen Lohn lediglich in baarem Gelde empfangensollte. Unsere lieben Vorfahren, die nicht allemaldie beste Einsicht hatten, haben diese Art des Loh-nes , daß jedem Schafknechte eine gewisse AnzahlSchafe unterhalten werden, vielleicht wegen dama-ligen Geldmangels beliebet. Denn man sieht keinenvernünftigen Grund, warum ein Schafknecht nichteben sowohl vor baar Geld dienen könnte, als einF f 4 Acker-