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[Erster Band]
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vomBranttweinbrennen. 46z

tewelngut leicht in der Blase bey dem ersten Ueber-treiben anbrennet, oder sonst einen unschmackhaftenBranntewein giebt, wenn man es in größererMaaße zusetzet. Auch hierinnen wird es andererOrten häufig versehen. Man kann die Ursache vondieser Wirkung dce Gerstenmalzes schwerlich ange-ben. Vielleicht ist es der Rüstung oder Darrungdestelben beyzumessen.

Es ist gewiß, daß immer eine Art Getreidezum Branntewein geschickter ist, als die andere;und man hat befunden, daß man ohne Hinzusetzungdes Weizens in der vorhin beschriebenen Maaße kei-nen guten und schmackhaften Branntewein machenkann. Allein vielleicht haben wir die Getreideartenin Absicht auf die Brannteweinbrennerey noch nichtgenugsam untersuchet. Ich weiß, daß einstmals je-mand in Quedlinburg zehn Mispel Linsengerste, diehalb aus Gerste, und halb aus Linsen bestand, kaufte,in der Absicht, solche statt andrer Gerste anzuwen-den. Allein es that dieselbe so gute Wirkung, daßer mehr und bessern Branntewein bekam, als sonst;und alle sorgfältige Proben zeigten, daß die Ursa-che lediglich in den Linsen zu suchen war.

In Oesterreich brennet man gar keinen Brannte,wein aus Getreide, sondern aus verfaultem und un-reifem Obste, aus den ausgepreßten Hülsen derWeinbeeren, aus Wein-und Bier Hefen, und der-gleichen Zeuge. Mich beucht nicht, daß solche-dem menschlichen Körper gesund seyn kann. DieUrsache ist nicht in dem Gerreidemangel zu suchen.Oesterreich selbst, und besonders das angränzendeUngarn sind überstüßig damit gesegnet.

» VI. Rö-