596 iv. Beurtheilung des Spießglases
Wenn man dasselbe in sehr gelindem Feuer ohne Zu-sah röstet, wodurch der Schwefel und das brennlicheWesen fortgejaget wird; so wird aus diesem Kalke,wenn man ihn vor sich ohne Zusah schmelzet, ein gelb-lichtes Glas- Wenn man aber den vierten Theilschwarzen Fluß oder Kohlengestübe, oder Fett hin-zuthut: so bekömmt man den Spießglaskönig inseiner wahren Gestalt. Dieses brennliche Wesen inder.Grundmischung desSpießglasköniges verursacheteben, daß er gegen die große Weiße des Arseniks ei-ne schwärzliche Farbe hat« Denn wenn man weis-sen krystallinischen Arsenik mit einem brennliche» We-sen sublimiret, darzu Fett, Mandelöl, Kohlengestü-be, und auch Eisenfeile, indem das Eisen in seinenGrundtheilen viel brennliches Wesen hat, dienenkann: so bekömmt man einen schwärzlichen ArsenikSublimat; wie denn auch das Giftmehl, so manaus den Rauchfängen über den hohen Höfen bekömt,eben wegen des beygemischten und mit aufgeflogenenbrennlichen Wesens, gemeiniglich ganz schwarzgrau, zu seyn pfleget. Alles dieses dünket mich, beweistgenugsam, daß der Spießglaskönig zugleich nebendem Arsenik ein brennliches Wesen in seiner Grund-mischung hat.
Endlich muß man noch ein klein wenig Schwe-fel, oder saures Schwefelsalz mit unter seine Grund-theile rechnen. Der Schwefel und der ReguluS,wie ich oben gezeiget habe, sind die zwey hauptsäch-lichsten Grundtheile des rohen Spießglases. Nunwird zwar der Schwefel größtentheils zurück gehal-ten, wenn der Spießglaskönig aus dem rohen Spieß-glase geschieden wird, indem man ihn entweder durch
das