! zu Veredlung der Metalle. 6vz
j dergeschlagen worden, ein untrügliches Mittel sey, dasj Silber güldisch zu machen; zu dem Ende wird er baldroh zugesetzet, bald aber aufgelöset und damit der Sil-j berkalk eingetränket, oder imbibiret, bald wird er mit' dem Silber revcrberiret und distilliret, bald in But-
! ter und Oel verwandelt, oder gar gekocht und gebra-j ten. Ob nun zwar aus allen diesen Sudeleyen nochniemand einen Heller Gewinnst gehabt haben wird:so fallen doch bey dergleichen Arbeiten einige beson-dere Erscheinungen vor, wodurch viele, die sich mitchymischcn Versuchen beschäfftigen, überredet werden,daß sie wenigstens eine Materie untern Händen ha-ben, die ihre Kraft Gold zu machen augenscheinlichzeiget, und daß es mithin bloß an den rechten Bear-beitungen fehle, die sie schon noch auSfündig zu ma-chen gedenken. Ich hoffe sie aber aus dem Irrthume,
- worinnen sie sich befinden, heraus zu reißen.
Wenn m«an den mit Eisen gemachten Spießglas-könig (reAnInm martialem) entweder roh, oder nachverschiedenen Vorarbeiten und Zubereitungen demSilber zusetzet und hernach dieses Silber scheidet, oh-ne es vorher zu capelliren: so fällt ein beträchtlicherTheil eines schwarzen Kalkes zu Boden, der einemGoldkalke ziemlich ähnlich sieht; jedoch viel schwär-zer, als ein wahrer Goldkalk ist, und welcher, wenner wirkliches Gold wäre, in der That gute Ausbeutegeben würde. Allein, dieser schwarze Kalk rühret bloßvon dem in dem Spießglaökönige befindlichen Eisenher, indem von dem niederschlagenden Metalle alle-mal ein guter Theil mit in den König geht, und oh-ne öftere und besondere Reinigungen nicht völlig da-von weggebracht werden kann. Diese in dem Spieß-glas-