zu Veredlung der Metalle. 609
Man kann demnach leicht urtheilen, was aus dembekannten Particular des Dav. Deuters zu hoffensey, welches vielleicht viele verführet, sich von demSpießglaskönige große Dinge zu versprechen. Nachdiesem Processe soll der Spießglaskönig mit Eisenseilund Kreide so lange geschmolzen werden, bis er löch-richt wird, als wenn ihn die Bienen auSgesogen hät-ten. Sodann soll er mit geschwefeltemSalpeter und ei-nem Eisensafran, der in dem Ueberbleibsel des Eisensnach seiner Auflösung durch Scheidewasser besieht undin Wachs imbibiret worden, öfters abgebrannt undendlich durch zugesetztes Kupfer und Silber geschmei-dig gemachet und soweit gebracht werden, daß er dieHälfte Gold geben soll. Allein, dieß sind alles nichtsals Traume und leere Erdichtungen.
Ich habe diesen Proceß gar vielmal gearbeitet, nichtallein genau nach der in dem gedruckten Buche des Da-vid Beutcr-s befindlichen Vorschrift, sondern auch mitsolchen Verbesserungen und Zusätzen, die allerdings et-was hatten wirken müssen: wenn der Proceß den ge-ringsten Grund hätte. Allein es ist allemal nichts alsWind gewesen, und ich habe allemal kein ander Goldheraus bekommen, als was die gebrauchten Ma-terialien nach genauen Proben ohnedem in sich gehal-ten haben, welches wie leicht zu erachten, sehr wenig be-tragen hat.
Der bekannte hombergische Versuch mit demSpießglaskönige und Silber, den Henkel in seinerKießhistoric a. d. 696 S. einrücket, scheint zwar gleich-falls der Wirksamkeit dieses Königes zur Veredlungder Metalle das Wort zu reden. Allein es ist bey die-sem Experimente gar vieles zu erinnern. Zuerst meldetv- IustrSr. Q q Herr