Otfrid.
Unbekannt ist fein eigentliches Geburtsort. Daßer ein Deutscher gewesen/ beweisen theils seine Ge-schicklichkeit in der deutschen Sprache, theils dasausdrückliche Zeugniß des Abt Thritheim. In derZuschrift seines Evangelicnbuches an Liutpert / denErzbischof zu Maynz/ sagt Otfried / er habe unterdem Hrabanus Maurus siudirt. Rhabanus lchreteum das I. 802. zu Fulda / woselbst er Abt war,und endlich als Erzbischof zn Maynz starb. Vondiesem Lehrmeister scheint Otfrid die besondere Liebezu der deutschen Sprache eingesogen zu haben.
Nach Vollendung der Klvsterstudien kam Otfridvon Fulda in das Benedictinerkloster zn Wcissen-burg / im Elsaß. Hofmann hält davor / er habedafelbst die meiste Zeit seines Lebens zugebracht undsey gegen Ende des neunten Jahrhunderts in die-sem Kloster gestorben. In allen seinen Schriftennennt er sich den Weiffenburgischen Mönchen / unddie Zuschriften vor seinem Evangelienbuche sind allean solche Personen gerichtet / welche im I. 870.noch lebten.
Unter den verschiedenen Schriften des Otfridsverdient sein Volumen LvLNZeiiorum der vorzüg-lichsten Achtung. Laut der Zueignung an der Erz-