schaft, daß er in fünf Jahren keine andere, alsHandlungsbücher, in die Hand nahm. Seinennunmehrigen Pilegefohn, von der Lag/, fchikte ersogleich nach Deutschland, und vertraute ihn derAufsicht des M. Lanemann. Wegen feiner jugend-lichen Ungcbundenheit berief er ihn nach Amsterdamzurück, und sammelte für ihn eine vortreflichc Biblio-theck. Ein gereimter Neujahrswunfch dieses Pflege-sohns rührete unsern Cuno so sehr, daß er auf ein-mal wieder zur Poesie zurückkehrte. Er versuchtees, ob er dem Jüngling durch poetische Briefenäher aus Herz kommen könnte. Die neuen Ver-suche machten heilsamen Eindruk. Da überall Ab-schriften davon, und zwar viele sehr zerstümmeltherumflogen, so entschloß er sich, diese Briefe zusam-men auf seine Unkosten druken zulassen lind sie zu.verschenken. Sie kamen in grossem Octav mit ino;-ralischen und historischen Anmerkungen, nebst demBildniß des Verfassers und einer Zuschrift an seineGattin zu Amsterdam heraus. Cuno wurde mitErbauung gelesen. Die deutsche Gesellschaft zuGöttingen fchikte ihm das Diplom eines Ehrenmit-glieds. Gleiche Ehre erhielt er von mehrern andernGesellschaften. Nur Schade, daß sein Buch beydem jungen von der Laag keinen bessern Eindruckgemacht hat. Je langer je mehr verirrte er sich.Endlich sah man keinen andern Rath, als ihn nachIndien zuschiken , und seither erfuhr man nichtsmehr von ihm. C ;
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Buch
Leonard Meisters Characteristik deutscher Dichter : nach der Zeitordnung gereyhet / mit Bildnissen von Heinrich Pfenninger
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