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Leonard Meisters Characteristik deutscher Dichter : nach der Zeitordnung gereyhet / mit Bildnissen von Heinrich Pfenninger
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Ein Uhr hält in sich selbst das Treflichste verborgen/Ob es der Pinsel gleich mit Farben überfährt/

Ist / wenn das Rad nicht taugt, das Uhrwerk

wenig werth.

Pietfchens Gedichten fügte Gottsched als Anhangeinige von den seinigen bey, ganz in gleichem Gc-schmake, nur etwas frostiger. Es besteht dieserAnhang aus der Lob - und Klagode auf den ver-storbenen Czaar Peter Alc.rowitz, aus einer Be-glükwünschung auf das zum neun und dreißigstenmale gefeyerte Hochzeitfest des Herzogs von Hol-stein , und aus einer Beglükwünschung auf Men-ckens Geburtstag. Am Ende fügte der Herausge-ber eine Uebersezung von Le Clercs Gedanken überdie Poesie bey.

Ohngeachtet des Eindrukes, den die damals er-schienen Discurse der Mahler auch auf Gott.schcden machten, so hielten ihn doch theils Parthey-geist, theils Mangel an originellem Genie auf demeinmal betretenen Pfad der Mittelmäßigkeit fürimmer znrük. Im I. 172;. und 26. edirte erdie Blätter der vernünftigen Tadlerinnen, und inden Jahren 1727. und 1728. das Wochcnblat desBiedermanns. So mittelmäßig diese Schriftenwaren, so erhielten sie mchts desto weniger, alsbisher noch seltene Productc des deutschen Wizcs/grossen Beyfall und 'wiederholte Editionen. Ohn-gefähr um gleiche Zeit übersezte er Fontenellens