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Mathematische und historische Beschreibung des ganzen Welt-Gebäudes : Zum nutzlichem Gebrauch Zweyer auf eine neue Art verfertigten Himmels- und Erd-Kugeln ... / durch M. Joh. Ludovicum Andreæ, ...
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die gröste nicht über zwey Meil im Umfang haben soll. Sie stehen alle nurunter einen König/ deraufderJnsul seinen Sitz hat. Sie liegen gleich-sam auf iHausten abgetheilet / die man Acollons oder Cantons nennet.Die gröste Einnahm des Königes soll aus denen Gütern der verunglücktenSchiffe/ die an dieseJnsulnangetrieben werden/ bestehen/ indem die Jn-suln an sich wenig Nutzen bringen.

Das I I I. §apitel.

Vi)N Africa.

hänget dieserTheilvon unserer alten Welt/nur durch einen lttbmum(Erd-enge) von etwa r p.Meiln mit Asien zusammen/ sonsten ist er al-lenthalben mit Meer umflossen/ und liegt bey nahe ganz in der2onatorrida. Denen Alten war / ausser denen Provinzien / die an das Mittellän-dische Meer stossen / fast nichts davon bekandt. Die Mittägige Ufer hatVafcode Gamo 1497. am ersten entdecket: Von den innern Theilen aber istauch uns noch zur Zeit nichts sonderliches bekandtt weil man theils wegen dergrossen Wüsteneyen / oder schröcklichen Gebürgen / theils auch wegen derrohen und wilden Einwohner nicht weit fortkommen können. Die Provin-zien/ welche uns bekandt/ sind diffeits des /Equatoris, /Egypten/ die Bar-barey / die Königreiche Fez und Marocco . Biledulgerid , Zaara . Nigri-tia, oder das Land der Vchwartzen/ Guinea, die Königreiche Bennin, dou-blen, und das Reich Abyssinien/ und die Küste von Ajan. In dem Theiljenseits des /Equarori8 sind die Königreiche Congo . Loango . und Angola . diegrosse und weite Länder Monoemugi und Monomotapa, die Küsten der Las-iern , und Zanguebar.

l. /Egypten stehet heutiges Tags unter der Türckischen Kayser Bottmas-sigkeit/ nachdem 5 elim 1.1/17. den letzten Soltan derMamalucken/ die eszoo. Jahr lang zuvor beherrschet/ erwürget hat. Der Einwohner/ die vonden alten Lgypriern abstammen / sind sehr wenig mehr/ weil es so vielmahldurch Krieges-Macht unter fremde Herrschafften kommen. Den gröstenTheil machen nunmehro die Türcken und Araber aus / doch ist auch noch einegrosse Anzahl allerhand Arten Griechischer Christen / wie auch viele Judendarinnen. Das Land wurde an sich gantz und gar öd und wüst seyn/ weil esfast gar niemaln regnet; durch die Ergiessung des Nili aber wird es so frucht-bar gemacht/ daß es auch von allerhand Früchten einen guten Vorrath aus-geben kan. Sie beniercken das wachsen des Nili an einer zu diesem End auf»

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