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Mathematische und historische Beschreibung des ganzen Welt-Gebäudes : Zum nutzlichem Gebrauch Zweyer auf eine neue Art verfertigten Himmels- und Erd-Kugeln ... / durch M. Joh. Ludovicum Andreæ, ...
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von Benin. Diese Küstewird in drey Theil getheilel / und heiffen solche I. dieKüste von hl»lagerte. 2. die Elephanten-Zahn-Küste / und 3. die Gold-Kü-ste; auf allen diesen Küsten/ meistens aber aufder letzten/haben dieFuropreerverschiedene Fortreflei? im Besitz / davon die bekandtesten / 8. Georg dellaMina, und Fort Nassau, dieden Holländern zustehen. Die Engellander ha,den ein Fort aufCapo Corso nebst etlichen andern; Die Banen Friedrichs-burg. und Christianburg / und Preussen groß Friederichsburg bey dem Capotres puntas. Das Königreich Benin wird insgemein auch noch dazu gezogen/welches den OefilichenTheil von Guinea macht/ und ist die Stadt Benin eineder besten von Africa. Der Handel geht allhier mit Zucker / Baumwolle/Gold/ Elephanten-Zahnen und Sclaven.

VH. Die Königreiche Vectra, Biafor, Gabaon, Congo, Loango, An-gola, und andere noch mehr / davon die drey letzte die bekandteste sind/ iieaerr«lle weiter gegen Mittag. Die Portugiesen treiben darinnen sonderlich star-kes Gewerb / wie sie denn viele Platze hin und wieder im Lande besitzen/ und aufder Jnsul Loanda gar einen Bischoss haben.

VIII. Abyssinietl/ wird sonsten auch /Fthiopia 8uperior genennet/ weites ein Theil von dem grossen und weiten Land/Ftkiopien ausmachet. Es stös-stt an^8>pten und das rothe Meer/ gegen Mittag übergehet es nicht biß anden jEquatorem, daß es demnach mmmehro viel kleiner ist / als es ehemalsmag gewesen seyn/ weil gar viele Provinzien davon abgerissen worden. DieAby tstner nennen ihren König Negus , oaß also die Historie von kretter-G d anentweder ein pures Mährlein ist/ oder doch solcher Nahme unrecht verstanden/und fälschlich hicher gezogen worden. Sie wollen Christen seyn / es ist aberihre Religion mehr ein abergläubischer Mischmasch aus dem Christenthum undIudenthum. Von keinem Land wird man so unterschiedliche Erzchlungen an-führen können / als von diesem; indem verschiedene von denen altern Geogra-pkk gar viele Städte undVestungen zu nennen wissen/ da es doch wohl heutzu Tag eine ausgemachte Sache ist/ daß eigentlich gar keine Städte darinnen/sondern der Koniq selbst wohnet beständig mir unter Zelten / wie dergleichenfeine gantze Hofstatt und alles übrige Volck auch thut / oder machen sich nurganz elende Hütten von Stroh oder Rohr und Leimen. Das Land ist fastdurchgehends überaus bergigt / welches ihnen wider die grosse Hitze gute Hülstfe bringt/ undist im übrigen an ailerband ViLlualim rmd Frnchteii/ wie auchan Viehzucht gar gesegnet. Man findet auch in denen Flüssen hin und wie>derGold/ welches em Anzeigen/ daß dessen viel m den Bergen verborgen/wie denn auch an Silber und allerhand andern Minerals kein Mangel seynsoll / es hgben aber die AbMm'er noch nicht Erfahrung genug / die Bergwerckerecht zu rraLtixem - . -

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