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»Wer füllte wohl Altar und Tempel» Mit Gaben: lebten nur»Bey Nektar und Ambrosia die Götter» Sich selber selig; flösse nicht
» Der Ueberflusi in goldnen Strömen»Von ihrer Burg herab;
»Fand’ Unschuld nicht und Elend seineRetter
»Und kranke Liebe keinen Trost?
» Du wirst in unsern Liedern leben,»Amyntas, bis das Meer»Versiegt und Wälder aus den Fluten steigen,»Und Fische schwimmen durch die Luft.
» Verstummet nun ihr scheuen Musen!»Die laut’re Freud’ erwacht:
» Amynt erschallet aus den hohlen Thälern,»Und von den Bergen schallt Amynt.«
So sang der Hirt. Der kleinen Doris schlugDas Herz vor Freude; lange sprach sie nicht,Bis seines Liedes letzter Silberlaut