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Versuch Einer Mathematischen Historie / Verfertiget von Johann Christoph Heilbronner ...
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und Nutzen der Mathematie.

gewarten hat / augenscheinlich spührct (m).Und beruhet also der gantze Grund der Ver-achtung bey vielen nur darauf i weil sie sichnur den Schaden / der durch solchen nichrswür-digen Mißbrauch in der Kirchen und dem ge-meinen Wesen entstanden / vor Augen stellen/und sich die Mühe nicht geben wollen / dieWahrheiten selbsten zu untersuchen/ und dasWahre von dem Falschen / den rechten undnützlichen Gebrauch von dem schädlichen Miß-brauch zu unterscheiden. Welche aber die Mü-he auf sich genommen / und den Ursprung sol-cher üblen Folgerungen untersuchet haben / diesind auch jederzeit von der Wahrheit überzeu-get worden; daß das Übel nicht den Wiffen-schafften zuzuschreiben sey /, sondern vielmehrden verkehrten und betrügerischen Menschenselbsten. Wie denn keine Wissenschafft auch

die

(m) Dergleichen Schicksaale hat die gantzePhilosophie mit der Mathematic gemein / anderhellet aus der Philosophischen Historie zur Genüge/wie die Philosophie durch verschiedene Betrüger/ wel-che ihre verworrene Traume vor Philosophische Wahr-heiten verkaufften/ so verächtlich gemachct wurde / daßsolche nicht mir Heydcn/ sondern auch hernach die Chri-sten verabscheuten/ weil sie dieselbe vor ein blosses Ge-schwüre und eitle Zünckereyen hielten. Da man aberhernach die Wahrheiten tieffcr einsähe und den Nutzen/welchen die Philosophie in allen Wissenschafften hat/ spü-ren lernte/ da wurde sie wieder als ein edles Kleinod un-ter der Banck hervor gesucht und auf alle Art und Weilebefördert; wie solches die Zeiten der Reformation leh-ren. -Was Wunder also / wenn es der Mathematicauf gleiche Art ergangen ist's