Cap. m. Von der Historie der Arithmetik. -7
thagoras die Gehrfamkeit bey den Griechen em-por gebracht / so sind immer einige unter ihrenNachfolgern gewesen / welche sich der Arith-metik angenommen und dieselbe zu verbessernsuchten. Daher wir diese gar füglich in zweyTheile eintheilen können / (ohne daß wir aufeine jede Secte insbesondere Achtung zu gebenhatten/ weil dieses in die Philosophische Histo-rie gehöret) nemlich in diejenige/ welche vonk/-thagoras und die fcon Thales herstammen: Un-ter welchen letztem wir den klanrnem (n). Speu-sippum
(«) Ein Schüler des Socrati? , der nach seinem Lehr-Meister eine eigne Serie gestifftet hat- Seine Gelehr-samkeit brachte ihn in solches hohe-Ansehen / daß ei-nige fast nicht glaube« wollen/ baß er ein blosser Menschwäre/ so wurde er auch lange Zeit unter den Christe«fast auf eine unerlaubte Art verehret j wovon die Kir-chen-Historie viele betrübte Nachrichten gibt. Er wartn der 8«. Olymp, in Athen von vornehmen Eltern ge-bohreu/ uud brachte seine meiste Zeit mit Studiren j«/daher auch einige von ihm melden/ daß er im »r. Iaheseines Alters mit der Feder in der Hand gestorben sey»Cicero dc senect. c. v. Was seine Philosophie anbe-langt/ so ist er darinnen toottsocrate weit abgegangen/und darinnen jum öfftern sehr bnnckele und verwirrteBegriffe gegeben/ so daß viele Außleger seiner Schriff-trn schon vor langen Zeiten sich darüber beschwerten.Wir wolle« auß vielen nur von einem/ welches sich hie-her schicket / ein Exempel geben / nemlich von seine»Harmonischen Zahlen / derer er in seinem Timso ge-dencket/ und die er so verwirrt und dunckel vortragt/baß sie auch zum Sprüchwort worden seyn / denn so
schreibet Cicero VII. Attic. ij. /Enignia Oppiorum CXVoll» aon plane jntdlcxi, est enim numero Platonis ob-G scuriuf«