von i fvs. biß auf das Jahr t£ooi 14s
S. XIV.
Hieronymi Cardani Practica Arithmeticae OCmensurandi singularis, (tt)
K §.XV.
(tt; Einer von den allerwunderlichsten Gelehrten.Seine Geburts-Stadt war ?»via, und sein Vater einAdvom: Er legte auch den Grund ju seinen Studie»daselbst/gieng alsdennnachPadua und wurde Magister»und nach diesem Doctor Medicin*. Hernach kam eeals Professor Matbeseor nach Mayland/ allein er bliebnicht lange / sondern nahm die Professionem Medicin#iu i'avia an/ woselbst er auch nicht lange außhielte/ den»er reyßte nach Schottland / und alsdenn erst wiedernach Mayland / biß er nach Dononien beruffen wurde/wo er biß if7o. Ichretevon dar begab er sich nachRom und lebte ohne ein öffentliches Amt / sondernderPabst gab ihm einigen Unterhalt/biß er An. i r 75. sei»Leben beschloß. Er war vrrheyrathet und zeugete zweySöhne/ und eine Tochter/ allem es waren alle drey un-glückseelige Kinder. Denn der erste wurde zu Maylandenthauptet/ der andere von ungefehr erschoffen/und dieTochter hat mit einem von ihren Buhlen die Fluchtgenommen. Und ist dieses wol kein Wunder/ weil dieKinder-Zncht bey dem Vater sehr schlecht muß gewesenseyn / indem er sich zum öfftern wegen dem vielen stu-dlren gantz vergessen hat / und anbey dem Aberglaube»sehr starek ergeben war. Sein Umgang war verdrieß-lich/ «H’äl er nur immer dasjenige gern vorbrachte/wasandere ärgerte / insonderheit aber war er dem Brett-Spiel sehr ergeben/und konte dabey gautze Tage zubrin-gen. Im Gegentheil war seine Gelehrsamkeit auchvon seinen Feinden gelobet worden/ denn so schreibetC*far Scaliger de subtilitate von ihm/daß er ein Ingeniumprofundissimum , felicissimum & incomparabile habe.
Was sein Leben anbelangt/ so hat er solches sechsten be-schrieben/ und Gabriel Nauda-us zu Paris An. 164;. her-ausgegeben. Seine Echrifften aber sind An. iS6,.fol.« Lyon in 16. Banden zusammen gedruckt worden.
r