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Versuch Einer Mathematischen Historie / Verfertiget von Johann Christoph Heilbronner ...
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von 1600 . biß aus das Jahr 1700. Is/

<!- August / nachmaliger erster Churfürst zu Braunschweig,fc Lüaeblirg hielt den Herrn Leibnitz in gleichem hohen

1 Werth / und trug ihm auf/ daß er die Historie seines

n Hauses beschreiben solte/daher er die 8criprsrc§ Histori*K Jirunsuiccnsis jbiucFen ließ. Nach dem reifetc er nach« Wien/und setzte sich bey Kayser l.coyoläo in grosse Gna-\> den/ von dar zog er nach Italien/ und suchte den Um-gang gelehrter Männer sich zu Nutze zu machen. Unterandern begegnete ihm aufdemMrcr ein artiger Zufall/t- als einsten ein Sturm entstund und ihn der Schiffmanno- vor einen Teutschen Ketzer und also vor dieUrsach des

r- Gewitters hielt / so wolle er den Herrn Leibnitz in das

% Meer werffen; allein der Herr Leibnitz erwischte ein so,

it genanntes Pater nostcr , und bettete andächtig / wo,

m durch einer auf dem Schiff bewegt wurde / daß er den

»- Herrn des Schiffs von diesem Vornehmen abhielt / und

> iriso der HerrLeibnitz dieser Gefahr glücklich entgienq.

8 Vicl. Pontcnellc I. c. Nach seiner Znrückkunfft wurde

it- durch seine Vorstellung An. 1700. zu Berlin die bekann,

i te Acaciemic derWiffenschgfften ausgerichtet/ »ndwa-

rk re in Dresden dergleichen auch geschehen / woferne es

iit nicht die PohlnischeUnruhen gehindert hatten; doch hat

iit er das Glück / daß er dem Czaar Petro 1. dergleichen

B Vorschläge thun mußte/ wodurch er den Titul eines Ge-il- heimden Justin- Raths nebst einer ansehnlichen Pension

«/ erhielt. Dergleichen Gnade er auch von dem König

ii in Engelland genoß/ als die Englische Crone Am 1714.

,1- aus das Hauß Hannover kam. Endlich kam seine Todes-

!,, Stunde heran / da er kaum achtTage lang kranck gele,

«1 gen war / dieselbe erschien des Abends nach 9. Uhr d. 14.

f Novembr. 1716. in iVm siebenzigsten Jahr seines Alters,

it FürwahrcinqrosserVerluftwar dieserTodes-Fall/ in,

ifi den, er ein Mann gewesen/ dem nicht so leicht jemand

,j, an Geschieklichkeit / Gelehrsamkeit und aufferordent,

» lichen Gaben beykam. Sein Umgang war leutseelig/

« und suchte jedermann ihr Bestes zu befördern. Wer an

^ ihn einen Brief schickte/ der bekam auch wieder iHnt-

% Wort. Seine Natur war gut / er äffe mehr als er

4 tranck. Er wäre niemahls muffig / sondern arbeitete

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