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Alte Geschichte
Bischöfe in den Städten an der Donau wieder auf-lebten, und mit der Fränkischen Kirche in nähere Ver-einigung kamen.
A 58 Chlotarius erlebte noch ssß- die Wiedervereini-gung der Monarchie in seiner Person. Aber seineSöhne theilten sich auch wieder s6i., und unter de-ren Nachkommen veranlaßte ein unversöhnlicher Haßder beiden Königinnen, Brunechild und Fredegunde,desto grössere innerliche Zwistigkeiten, bis Chlotariusder II. 6iz. aufs neue die ganze Monarchie bekam,und auf seinen Sohn Dagobert (f6z8.) vererbte.Nur andere Begebenheiten machten diesen Zeitraumdoppelt merkwürdig, da Justinian nach einem isjäh-rigen Kriege (545 - <»64.) Italien den Gochen entrißund mit dem Griechischen Kaiserthume wieder verei-nigte; aber auch bald darauf (568.) die Langobardenim oberen Theile von Italien ein neues Reich stifte-ten, und sowohl den Griechischen Exarchen zuRaven-na als der Stadt Rom gefährliche Machbaren wur-den; und da übrigens unter diesen Umstanden derRömische Bischof GregoriuS der Grosse sich nicht nurum die Stadt Rom durch einen 599. mit den Longo-barden vermittelten Stillstand verdient machte, son-dern auch, mit seinen Missionen nach Engelland, mitBeförderung der Benedictiner Kloster-Regel, mitBestrebung gegen Vorzüge des Constantinopolitani-schen Bischofs, und mit Ausbreitung verschiedenerdem geistlichen Stande vorzüglich vortheilhaster Lehr-sätze, einen grossen Schritt weiter that, um die Christ-liche Religion und Kirchenverfassung von ihrer ur-sprünglichen Lauterkeit nur immer weiter zu entfernen.Im Fränkischen Reiche zeigten sich schon unerwarteteFolgen der Freygebigkeit zu milden Stiftungen unddes Ansehens der Geistlichen, die jedoch grossentheils