14 Alke Gesch. II) Mersvinger 486-752.
714 Eben diese Maximen befolgte Pipins Sohn,Carl Martell, der überdies durch die Schlacht beyTours 7Z2., worinn er die von Spanien aus einge-brochenen Saracenen zurückschlug, ein wahrer Retterdes Fränkischen Reichs wurde. Unter seinem Schuheverschaffte insonderheit Bonifacius der Christlichen Re-ligion im inneren Teutschlande festem Fuß, und zu-gleich dem Römischen Stuhle neue Aussichten, dieden Päbsten Gregor dem II. und IN. desto angeneh-mer waren, je grösser die Verlegenheit war, worinnsie sich theils durch das Vordringen der Langobarden,theils durch den Streit mit dem Kaiser Leo Jsaurus,wegen Abschaffung der Bilder in den Kirchen, ver-seht sahen. In den Antrag, als Patricius der Rö-mer, sowohl ihre Stadt als Kirche in Schuh zuneh-men, gieng zwar Carl Martell noch nicht völlig hin-ein. Bey seiner eignen Nation übernahm er aber seil7^7., da er den königlichen Thron nach Theodorichsdeö lll. Tode unbesetzt ließ, den Titel 6ux et priucepskrsucorum.
74l Carl Martells Söhne, Carlmann und Pipin,fanden doch noch dienlich 742. Childerich dem lll. denköniglichen Titel beyzulegen. Aber als Carlmann sichins Kloster begab, und Pipin des Bonifacius Freund-schaft versichert war, der kurz zuvor 744. die wichtigeAbtey zu Fulda und 74s. seinen metropolitischen Sitzzu Mainz zu Stande gebracht hatte; so ymßte Chil-derich endlich vom Throne weichen, da statt seiner,nach vorgängiger Anfrage beym Pabste ZachariaS,
752 jetzt 752. Pipin von Bonifacius, so wie ehedem vonSamuel David statt Saulö, zum Könige gesalbetward.
III. Haupt--