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Kurzer Begriff der Teutschen Reichsgeschichte / vom geheimen Justitzrath Pütter zu Göttingen zum Gebrauche in seinen Lehrstunden
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i) nach Abgang der Carol. 888-919. 27

Zwischen den Grafen von Bamberg und demBischöfe zu Würzburg kam es unter dieser Regierungzu einer Fehde, worinn des Bischofs Bruder, Con-rad, Graf im Lahngau, (90s. Febr. 25.) vom Bam-bergischen Grafen Albrecht erschlagen wurde, der darfür nach einem zu Tribur erfolgten königlichen Aus-spruche mit seinem Leben büßen mußte.

§. 17.

Conrad der 1. 912 yi8. (ü Jahre.)

Mit Ludewigs frühzeitigem unbeerbtem Todeyisward die Hoffnung eines neuen regierenden Stammsauf einmal zernichtet. Man wehlte an seiner Stelleanfangs Otto von Sachsen, aber, als derselbe dieKrone verbat, auf seinen Vorschlag des von demBambergischen Grafen erschlagenen Grafen ConradSSohn gleiches Namens. Dieser machte seine ersteAngelegenheit daraus, das Herzogthum Lothringen,das eben damals der Westfränkische König Carl derEinfältige an sich gezogen hatte, wieder mit der Teut-schen Krone zu vereinigen. Es mißlang ihm aber derFeldzug, den er 912. in dieser Absicht unternahm;wiewohl Elsaß und Uetrecht der Teutschen Krone treuverblieben. Es gelang ihm auch nicht, als er nachdes Herzogs Otto von Sachsen Tode (^912. Nov. zo.)dessen Sohne Henrich (geb. 876.) nicht alles lassenwollte, was Otto zuletzt gehabt hatte; er mußte voneiner vergeblich unternommenen Belagerung vonGrohnde abziehen. Eben so wenig gelang eS ihm,den Herzog Arnulf von Baiern in Gehorsam zu hal-ten, noch auch den jährlichen Streifereyen der Ungarn,und den immer zunehmenden Befehdungen, insonder-heit zwischen geistlichen und weltlichen Ständen, Ein-halt zu thun; wiewohl er noch 917. zwey Brüder,

Ercham