98 Neuere Gesch. !) bis zum westph. Lr.
IL34 einem Vergleiche zu Cadan (isZ4-Jun. 29.), wonur die Wiedertäufer ausgeschlossen wurden, derenUnwesen bald darauf auch zu Münster ein Ende nahm.
Als inzwischen bey fernerer Abwesenheit und an-derweiten Beschäfftigungen des Kaisers die Zahl derevangelischen Reichsstande immer grösser ward, undein beträchtliches Bündnis derselben zu Schmalkaldenzu Stande kam; so ward diesem nicht nur ein so ge-nannter heiliger Bund entgegengesetzt; sondern nacheinigen hinzugekommenen neuen Vorfällen in Naum-burg, Cölln und anderen Stiftern, und da insonder-heit die Schmalkaldischen Bundeöverwandten demHerzoge Henrich von Wolfenbüttel, mit einem Neber-fall in sein Land und mit Eroberung seiner Residenz,zuvorgekommen waren, schien der Kaiser mit dem Frie-re den zu Crespy 1544. und einem Stillstände, den seinBruder um eben die Zeit mit den Türken schloß, nurin der Absicht seiner übrigen Feinde sich zu entledigen,um in Teutschland desto grossem Nachdruck brauchenzu können; wozu er noch grossem Antrieb bekam, als1545 der Herzog Henrich 1545. nicht nur die Absicht seinLand wieder zu erobern verfehlte, sondern vielmehrvom Landgrafen Philipp (1545. Oct. 20.) bey Nord-heim geschlagen, und nach Ziegenhain gefangen ge-führt wurde.
Da der Kaiser schon zu Anfang des Jahres 154,5.Kriegsvölker werben und aus Spanien und Italienverschreiben ließ, und auf dem Reichstage, den er imizgü Jun. 1546. zu Negensburg hielt, den Protestanten,die ihn wegen der Kriegsrüstungen befragten, nur be-drohliche Aeusserungen zur Antwort gab; so kamen ihmdiese mit dem ersten Ausschlage in so weit zuvor, daßden io. Iul. 1546. Sebastian Scherte! die Ehrenbür-ger