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ausbedungenen Million Thaler nebst einigen anderenVortheilen, mit Inbegriff von Churpfalz, Chur-Lraunschweig und Hcffencaffel.
Nach dem Dresdner Frieden behielt der Kriegnur noch in den Niederlanden und in Italien seinenFortgang, ohne auch da für Oesterreich Vortheilhaftzu seyn. Jedoch ein neues Bündniß der Hofe zuWien und Petersburg (1746. May 22.), in Gefolg 1746dessen schon ein mächtiges Russisches Kriegsherr bisauf Teutschen Boden kam, und das Uebergewicht derEnglischen Seemacht über die Französische, brachtenendlich nach einer kurzen Versammlung zu Aachen erstPräliminarien zwischen Frankreich und den beiden See-mächten (1748- Apr. zo.), sodann nach einigen, bc- *748sonders von Oesterreich, noch gemachten Schwierig-keiten, den völligen Frieden (Oct. 18.) zuwege, wor-inn es lediglich bey der pragmatischen Sanctionblieb, ausser daß Don Philipp Parma und Piacen-za bekam.
Mit diesem Frieden schien das bisherige Systemvon Europa eine andere Wendung zu nehmen, danach und nach zwischen Oesterreich und Frankreich ei-ne bisher ungewöhnliche Harmonie sich hervorthat.
In Teutschland entspann sich aber, über eine vomevangelischen Reichstheile zu Abhelfung der Hohenlo- *75«hischen Religionsbeschwerden in Gemaßheit des West-fälischen Friedens nöthig gefundene Selbsthülfe(1752.), fodann über dessen Jmercessionsschreibenwegen Transplantation der evangelischen Unterthanenaus Steiermark und Kärnrhcn (1754.), wie auchüber die Hessencasselischen Religionsversicherungs-An-stalten (1754.), und über einen Klosterbau zu Tier?dorf(l7ss.) lauter Stoff zu neuen Mißhelligkciten,
die