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Die Tageszeiten : ein Gedicht in vier Büchern / von Friedrich Wilhelm Zachariä
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50 Der Mittag.

In der volkreichen Stadt herrscht nun das Getümmel des Mittags.Tausend Stimmen, und tausend Donner von rasselnden WagenWallen über der Stadt, und sie verschlingen, wie WellenEines empörten Meeres, den angelandeten Fremdling.

Alles rauschet in seinen Geschäften, mit fliegenden Füssen,.

Bey einander vorbey; und selber der müssige Hkutzer

Stellt sich beschäftigt, und eilig, und suchet den Anschein der Arbeit.

Und entweder flattert er glänzend durch alle die Straßen,

Die ein schönes Gesicht auf seiner Charte bezeichnet;

Oder er setzt sich im Caffeehaus hin mit politischen Minen,

Lauft die Zeitungen durch; bestimmt das Schicksal Europens;

Bis das Billjard ihn rufet,. sein Miktagsmal zu gewinnen.

Auf der Borst drangt sich die Welt zusammen. Der KaufmannAus den weitesten Indien, von den Bengalischen Ufern,

Aus dem pelzreichen Norden, der Caffeereichen Levante,

Jeder bringt seinen Reichthum hicher; und stolz sieht der Britte,

Wie der Bataver, alles in seinen Ocean fließen.

Und wird immer der Deutsche,. von Vorurtheilen geblendet,

An bequemen Küsten des Weltmeers sorgenlos schlummern?

'Für zu klein es halten, dem Meere Gesetze zu geben,

Und aus eignen Magazinen die Wahren zu nehmen,

Die wir vom Holländer borgen, den unser Silber bereichert?

Aber sieh! durch ferne Meere ziehn preussische Flaggen;

Kehren beladen zurück mit allen Schätzen der Handlung,

Und wehn zu der Ehre der Deutschen in jauchzenden Häfen.

Laß das prahlende China mit seinen Vorzügen stolz seyn,

Lind