Die Nacht. . 12z
Schlummer herunter streuen: so weckt doch die muntere SeeleDie entschlummernden Augen von neuem zu stiller Betrachtung.
Hat das Schicksal ihn dann mit einer Geliebten beseeligt,
Welche nicht minder als er vom nächtlichen Schauspiel entzückt wird;
O! wie ist dann sein Glück nicht vollkommen! und welches VergnügenMuß ihm die Nachtigall singen, indem ihm die zärtliche SchöneSanfter die Hand drückt, und still steht, und einen Blick ißt ihm schenket,Welcher die Nacht auch erhellet; da ihm der Glanz ihrer AugenHeller noch, als die Gestirne, die ißt am Himmel stehn, dünket!Nachtviolen und Lilien pstücket sie unter dem Gehen;
Ziert sein lockigtes Haar mit Kränzen; und küsset dann feurigSeine gefälligen Lippen, die ißo mit neuerer WendungWahre Schmeicheleyen ihr sagten vom feinsten Geschmacke.
So entfliehen die Stunden, bis schon am östlichen HimmelUnter den Flügeln Aurcwens der thauigte Morgenstern blinket,
Und sie Abschied nehmen von ihren Blumengcfilden.
Doch wie manchmal wird auch die Nacht im anmuthigen SommerVon viel dunklem Scenen entstellet! Besonders in liVelsctstand,
Wo der schwangre Vesuvius, oder der dampfende AetnaSeinen Tartarkschen Schlund eröffnet, und über die FelderAlles sein glühendes scheusliches Eingeweide verschüttet.
Oder wenn die Gewölber, der Erde im Innern erbeben,
Q 2
Plößlich