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Helvetius, oder Anekdoten und Nachrichten zur Geschichte dieses grossen Mannes : in Briefen mit erläuternden Zusätzen und Beylagen / Von Carl Benj. Lengnich
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2O Zweyter Brief. An Herrn D. G. K.

Größe willen beneidet zu werden das be»fremdet mich nicht. Aber daß hundert Jahrenach seinem Tode noch Leute sich finden sollten,die seinen Ruhm zu verkleinern suchten ist mirbeynahe unglaublich. Geschähe es indessen doch nun so müßten wir uns damit trösten, daß diein der untern Luft schwärmenden Insekten, demzur Sonne geflogenen Adler nicht nachfliegen kön-nen. Ihr Gift kann ihm am wenigsten schaden.

Ehe ich schließe, muß ich noch erinnern, daßEw W'"° dem Verfasser der LebensbeschreibungHevelii im Erläuterten Preussen zuviel thun,wenn Sie um des einzigen Mährleins vom Feuerwillen,*) das er Lharitio nacherzählt hat, seineGlaubwürdigkeit in Zweifel ziehen. Dieß be-nimmt der Wahrheit seiner übrigen Nachrichtennichts, die alle mit guten Zeugnissen versehen sind.

Am i; November.

Drkt-

*) -Hevclius soll, diesem zu Folge, schnell ausdem Schlaf' erwacht seyn, und ängstlich geru-fen haben:O! Feuer, Feuer. Ach meinHaus, ach ich armer Mann!,, I. e. x. a;8-Er war nemlich, in der unglücklichen Nachtausserhalb der Stadt, aber ganz in der Nah«derselben. Nur die älteste Tochter allein warvon den Deinigen, in der Stadt zurückgeblie-ben. Vermuthlich hatte er auch dieser, undnicht, wie Sevler am a. w. erzählt, einemseiner Bekannten, die Schlüsse! zu seiner Stu-dirstube anvertraut. Man vergleiche hier-mit, was Hr. von waanberge in der Stand-rede auf Madame Lange 1745. davon aus Fa«miliennachrichken erzählt hat.