den Waldstadten rc.
sonderlich unter den Reichsstädten, daß ihre Vota und Stimmen nicht jederzeit mit geschick-ten und würdigen Gesandten vertreten werden, und daher viele Fehler nothwendig unter-laufen ä).
Die Schwaben müßen unschuldiger Weise viele Histörchen von sich ausbreiten lassen; Lob dersie sind aber so klug, daß sie selbst solche zur Belustigung der Gesellschaften erzählen, und Arabischensich nebst andern Nationen mit gleichem Rechte oder Unrechte an den Schweizern wiederzu erholen pflegen. Der Herr von Berga, ein Schwabe, gieng vor etlichen Jahren nachParis, wurde römischkatholisch, und. ergriff den geistlichen oder ^bi^-Stand, um sich den Wegzu einträglichen bene6cü8 zu bahnen. Nach etlichen Jahren sprach er mit dem itzigen kai-serlichen Minister, dem Herrn Grafen von Harrach, dem er rühmete, wie er schon so weitin seinen Wissenschaften gekommen, daß er mit der Zeit anfangen müsse, andere Protestan-ten zu bekehren, und hätten ihm die Jesuiter vor wenigen Tagen einen Schweizer gegeben,um an selbigem seine erste Probe abzulegen.
Ueberhaupt muß ich gestehen, daß bey der schwäbischen Nation so viel guter Verstandund dabey vielleicht mehr von der alten deutschen Treue und Redlichkeit gefunden werde, alsbey mancher andern *). Absonderlich sind im Würtembergischen die Bauren so klug undwitzig, als in andern Ländern kaum die gemeinen Bürger: wozu meines Erachtens diesesnicht wenig beyträgt, daß sie ihre kleine Dorfgerichte selbst halten, und auf diese Weise nichtihrem Voigte oder Amtmanne allein, auch in den geringsten Dingen, blinden Gehorsam zu lei-sten haben.
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Viertes Schreiben.
Beschreibung des Bodensees und der daran gelegenen Städte.
Mein Herr!
bin von Schafhausen über Singen nach Ratolfszell oder Zell, (wie man es kürzer Bodcnser.V nennet) gegangen, habe daselbst den Wagen auf ein mittelmäßiges Schiff bringen
lassen, und bis Costniz sieben Rhein. Gulden bezahlet. Man rechnet bis an letztgemeldtenOrt vier Stunden; man legt aber die Fahrt bey gutem Winde in zwoen Stunden zurück. VonCostniz bis Lindau brauchten wir fünf Stunden, da man bey üblem Winde bisweilen achtTage nöthig hat zu Vollendung dieses Weges, welcher für sechs deutsche Meilen oder zwölfStunden gerechnet wird. Da sich nun der Bodensee bis nach Bregenz erstrecket: so möch-
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vorzügliches Eigenthum besessen. Sie haben schreibet die Redlichkeit und unwandelbare Treuedieses wahre Lob auch in den mittlern Zeiten, unserer ältesten Vater mit ungezwungenen Lob-und selbst zu der Zeit behauptet, da Salvian und sprächen belegen? und müssen nicht eben dieseVopiscus wider die Redlichkeit der Franken ge- Feinde des deutschen Namens mit hämischemsprudelt haben: krsncis familiäre ett riäenäo Munde bekennen: 6ermLN08 in summa seritstck<lem sranZere. Nichts ist Hiebey schöner, als verlutiilimvs fuitle? Möchten doch nicht unsredie Anmerkung von der Verbindung der alten heutige ausgeartete Deutschen dasjenige tren-deutschen Treue mit einem guten und witzigen nen, was jene so glücklich verbunden haben!Verstände. Müssen nicht alle römische Beschicht,