nach Genua.
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findlichen Palläste aufgeführet hat, angeleget worden. Sie ist zwölf gemeine Schrittebreit, und prangen vor andern zehn bis zwölf prächtige Palläste darinnen, die den Familienvon Doria, Pallavicini, Lercari, Carrega rc. zugehören. Alle diese Häuser haben aus demandern Stockwerke über stark aufgeführtes Mauerwerk ihre schönen Gärten und Orangerien,worein die Besitzer gerades Fußes aus ihren Zimmern gehen können. Ueber der Thüredes einen Pallastes von Doria liest man die Worte: XuUi cerla ciomuz, welche auch überdem einen Haupteingange des Pallastes der Republik anzutreffen sind, und diesem, in Anse-hung, daß kein Doge länger als zwey Jahre hintereinander darinnen verbleiben darf, mftdoppeltem Rechte zukommen. Der schöne Pallast von Pallavicini hat zur Ueberschrift:Lapientia oeäisicabitur äoiuu?. Die 8tracia iniova endiget sich auf der einen Seite mit ei-nem Markte oder Platze, worauf des Negroni Haus ein gutes Ansehen hat. Was die an-genehme Aussicht eines Eigenthumsherrn betrifft, so werden es wenige Häuser in Städtendem Pallaste Imperiali in Lanipetto zuvor thun, weil er in zwo dazu gehörige Straßen sieht,und der Besitzer desselben aus einem Fenster und in einem kleinen Bezirke, einen Platz,der ihm jährlich hundert tausend Livres einbringt, in Augenschein nehmen kann. Die Ltrsärrkalbi kömmt an Schönheit der 8iraäa rmova sehr nahe, und übertrifft solche an der sängeund Breite. Zween Palläste von Baldi, das Jesuitercollegium und der Pallast von Du-razzo geben ihr eine große Zierde. Dieser letzte ist anktzt außer Streit das beste weltlicheGebäude der ganzen Stadt, und erstrecket sich seine Länge über hundert und vierzig gemeineSchritte. Unter denen darinnen besindlichen kostbaren Meublen sind verschiedene Gemäldevom Luca Jornande und Valerie di Castelli zu bemerken. Aus dem dritten Stockwerke gehtum den Hof und bis an den mit Fontaine» und Orangerien gezierten Garten eine unbe-deckte und mit Bluhmengefäßen besetzte Galerie, woraus man eine treffliche Aussicht gegendas Meer und den Hafxn hat. Gleiche Augenweide findet sich in demjenigen Garten undPallaste des Prinzen Doria, welcher in der Nachbarschaft vom Fanal angeleget ist, undworaus man ehemals durch ein Thor und eine steinerne Brücke gleich zu Schiffe gehenkonnte, welches Heuriges-T^ges geändert ist. Als der Kaiser Karl der fünfte einömalö indiesem Pallaste logirte, hat man Hu durch Galerien und Zimmer, welche nur aus Holze ver-fertiget waren, ehe er es sich vermuthet, aufs Schiff gebracht. Bey dem Gastmahle, welchesAndreas Doria damals gab, wurde alles silberne und goldene Geschirr in die See geschmis-sen : über welche Verschwendung sich die anwesenden vornehmen Spanier nicht genugsamverwundern konnten, weil ihnen verborgen war, daß heimlich um das Schiff Netze gezogenwaren, also daß wenig verlohren gehen konnte. Weil auch damals die Spanier von derMenge des vorhandenen Silberzeuges geurtheilet hatten, es müsse solches nur zusammenge-lehntes Gut seyn, so ließ Doria an die schmale Seite des Pallastes, welche nach dem Fanalsieht, folgende noch anitzt daran befindliche Worte setzen:
kour Acatia eio Oio8 öc ciel KeTu elkas calas noa cola prelka.
d. i. durch Gottes und des Röniges Gnade ist nichts entlehntes in die-sem Hause.
Wenn man aus dem Pallaste in den daran gelegenen Garten geht, spritzet zur lin-ken Hand über einem Springbrunnen das Bildniß eines Monstri Wasser von sich. DasOriginal soll ehemals lebendig gefangen worden seyn, und gleicht es von vorncn einemSatir mit zweyen kleinen Hörnern, hinten aber hat es zween in die Höhe geschlungene Fisch-schwänze. In der Mitte einer andern und großem Fontaine, die mit vielen Marmorbil-
Rr z dem
Ilortchenü-
les.
SonderbareAussicht ei-nes Hauses-
Ztrallr» Lslbl.
Pallast vonDurazzo.
Pallast vonDoria.
Wie Karlder fünfteallhier bewir-thet worden.
Jnscriplion.
Monstrum.