und die Stadt Livorno- Z27
vorzuziehen. Die Alten nennten es grünes Oel, vermuthlich von den grünen und unreifenBeeren, woraus es bereitet wurde, und wird hiedurch eine Stelle svui- o 11 erläutert,welche andeutet, daß Julius Cäsar aus bloßer Höflichkeit altes und verdorbenes Del an stattdes grünen gegessen, um demjenigen, der ihn zu Gaste gebethen hatte, keinen Vorwurf einerUnhöflichkeit oder Nachläßigkeit zu machen </). Es erklären etliche Ausleger der h. Schriftnicht unbillig von diesem grünen als dem besten Oele, wenn der Psalmist die Glückseligkeit,womit ihn Gott gesegnet hatte, im eilften Verse des zwey und neunzigsten Psalms mit fol-genden Worten ausdrücket: Ich bin gesrlbct mit grünein Oele. Es hindert nicht, daßcoi.vUri.u-c an einem Orte, und srnvivz aä 6elll'A. lib. II, V. 86 das grüne Oel VVINfußen unterscheiden, und jenes als bitter beschreiben; weil solches daher kommen muß, daßn'n manchen Orten die Gewohnheit gewesen, aus den unreifen Beeren vermittelst des heißenWassers, das man bey der Presse gebrauchet, das Oel zu erzwingen.
Das sicilianische, griechische und levantische Oel ist zu dick oder fett, und daher nichtso gut, als das italienische. Dieses ist aber auch nicht so gut, als dasjenige, so aus der Pro-vence kömmt, als wovon eine gute Partey jährlich selbst nach Rom und Neapolis gesandtwird, um bey vornehmen Tafeln zu Salat und andern Speisen gebraucht zu werden. Wasman von häßlichen Badecuren erzählet, ist vermuthlich eine Fabel: ich erinnere mich aberdabey, daß eine sichere vornehme Dame die Gewohnheit gehab?, sich wöchentlich zweymal inMilch zu waschen ä), um eine desto weichere und weißere Haut zu bekommen, und daß nachsolchem Gebrauche die Milch als ein Almosen unter die Armen ausgetheilet worden, wel-ches mit Rechte hieß: lAn» kiäelig cluo8 cleolbare ziarietes.
Der gelehrte Medicus und lAokestor Al-ulieleoz zu Utrecht, D. Muschenbroeck, behau- Nutzen desptet, daß bey stimmiger See, da die Winde sich zwar gelegek, die Wellen aber dessen un- Oels beygeachtet noch hoch gehen (wie solches in der spanischen See zu geschehen pfleget), ein gutes Meerstür-Mittel zur Besänftigung der Fluthen sey, wenn Oel in das Meer gegossen würde, undgründet er seine Muthmaßung auf die gemachten Anmerkungen, daß in einem Wasser, esmöge solches noch so sehr als es wolle kochen,die gewaltigenAufbrudelungen und in dieHöhesteigenden Blasen aufhören, sobald Oel darauf kömmt, imgleichen daß das Oel selbst zu kei-nem aufwallenden Sieden könne gebracht werden, sondern eher im Feuer auffliege. Die-sem könnte noch beygefüget werden, daß, wenn bey der Zubereitung des Zuckers oder Ho-nigs diese Materien in ihren Kesseln allzusehr kochen, man nur ein wenig Olivenöl darein zuschütten hak, um das starke Aufwallen zu dampfen, und daß das Oel auch bey Dissolutionenden größten Theil der sauren und metallischen Dünste unterdrücket und zurück hält. Alleinich zweifele, daß die obgedachte Probe bey einem Sturme gelingen würde, und daß das Oeldie ungeheuern Wellen überwältigen könnte, wie seine Fette die in einem Gesäße aufstei-genden Blasen des siedenden Wassers zu unterdrücken vermag. Wenigstens hat mich einenglischer Seeofficier neulich in Genua versichert, wie er gesehen, daß ein Sturm eine nichtgeringe Anzahl mit Oele beladene Schisse auf der Küste von Barcelona zerschmettert, undbey solcher Gelegenheit das Meer an verschiedenen Orten handhohe Flecken von obenaufschwimmendem Oele gehabt, ohne daß deswegen die Bewegung des Wassers bald nachge-lassen.
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conf. c-cwo äe re rulk. c. z L 65. k-cri -co. unterhalten, um durch das Baden in ihrer MilchOÄob. lit. X. Line desto feinere Haut zu erlangen, zeiget rri-
H Wie Poppea des Kaisers Nero Gemah- Kivs üb. XI, -.41, und rbin.VI.linn allezeit fünf hundert trächtige Eselinnen