Band 
[Erste Abtheilung.]
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346
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346 LI. Brief. Amnerkuttgen

Haupcaltare ist die Himmelfahrt Christi von Bronzino auf Holz gemalet. In der Gegend. ^ des Taufsteins findet man an der Wand fünf biblische Historien in bss-relieü oder erhabe-

Ep^phimn Figuren aus weißem Marmor. Nahe dabey zeigt sich an der Wand folgende Jnscri-risten Cini ' ption : Liuo, cximicr suri8 imerpreti ügrtüoligue prseoeptori äiguilÜMO popnluz lüüojeu-li8 civi suo K. kol. üecit. Obüt anno Dom. i zz6. Untenher liest man auf einem kleinernSteine: oüä Oomiui Liui suriscouüüti emiuoutüümi ex auliguo ÜW00PÜ3IY rrä ceuotg-xbium 5 uum recoIIe<Ia. 1624. Obenher stellen etliche von Andrea Pisano verfertigte baz-reliess den Cinum lehrend und unter seinen Zuhörern vor. Cinuö war ein guter Freunddes Pctrarchä.

ULstMerio. 2(us dem Platze vor der bischöflichen Kirche steht il Lattiüerio, ein großes hohes undachteckiges Gebäude, welches in vorigen Zeiten zur Taufe gebrauchet worden. Außer derachteckigen Figur hat es vieles mit dem pisanischen Ilaptiücrio überein. Das innere großeGefäß, worinnen die Eintauchung hat verrichtet werden können, ist von weißem Marmor,dienet aber heutiges Tages zu nichts anders, als daß in der Charwoche das Weihwasser, soman durchs ganze Jahr brauchet, darinnen eingesegnet und geweihet wird. In der Mitteist die vom Milchen Vacca üi Larrars im Jahre 172z verfertigte Stattie Iohannis desTäufers, der eine kleine Schüssel in der Hand hält, aus sehr schönem weißen Marmoraufgerichtet. O

Francistaner-^ Die Franciscanerkirche hat viele große Geinälde, und darunter das letzte Abendmahlkirche. des Heilandes, wie auch die Auserweckung Lazari von Bransina. Auf einem Grabsteineliest man: lckic jacet egreAÜi8 legum Ooäkor, iVlagiüer 1üo>ng8 cke ^Vcüou,Augücu8,guiobük -V. O. (oder kckddVllk. weil die Schrift undeutlich ist) cüe xxix.

Menüs Lugnüi. kljn8 anima in z>ace rcguielcat.

5. k-'rsnce 5 c» Die Kirche 8. krsnceleo cki 8a!a ist wegen der sieben darinnen befindlichen Gemäldeäi Lola. von Anärea äel 8artc>, der den Zunamen wegen seines Vaters, welcher ein Schneider war,erhalten, sehenswürdig.

St. Prospe- Die Kirche St. Prospekt gehört den ?atrib>us Oratorii, für welche erst vor etlichenro. Jahren der Kardinal Fabroni ein schönes Gebäude nebst einer Bibliothek und andern vor-

Bibliothek. rheilhaften Anstalten gestiftet hat. Die Bibliothek besteht, ohne Die Oxüces iVl^nuscr chtosmit zu zählen, aus vierzehn tausend Banden, und ist täglich offen. Die Schenkung der-selben ist im Jahre 1726 geschehen, und in der päbstlichen Bekräftigung wird die Erlaubnißgegeben, alle verbothene Bücher allhier zu haben, wenn solche nur wohl verschlossen gehaltenund niemanden, als welcher des päbstlichen Stuhls Erlaubniß hat, dergleichen Schriften zugebrauchen, zu lesen gegeben werden. In dem Vorzimmer der Bibliothek stehen zwey treff-liche neuere Stücke von Bildhauerarbeit in weißem Marmor. Der Meister derselben nen-net sich Cornaguini, und stellet das eine die Ankunft der Hirten bey der Krippe Christi, dasandere die Abnehmung des Heilandes vom Kreuze vor. Beyde sind nur drey bis vierFuß hoch.

Bischöflicher Der bischöfliche Pallast, nächst an der Domkirche, ist ein schlechtes Gebäude, woranPallast. die Statue des Pabstes Leo des eilften, der vorher Bischof zu Pistoja gewesen, bemer-ket wird.

Von Pistoja sind noch zwanzig italienische Meilen nach Florenz. Wenn man seinenWeg nicht über Prato nimmt, sondern solches linker Hand liegen läßt, weil ohnedem derWeg dabin nicht allzugut ist, so kömmt man sieben und eine halbe Meile vor Florenz nachkogAio z ca- koZtzio ä Oajuuo, woselbst der Pabst Leo der zehnte, aus dem medieeischen Haufe, einen we-

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