Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
488
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488 xn Brief. Relation von den geistlichen Gebäuden,

Jnscriptio-nen diesesMitei.

Anmerkungüber die t'a-

ilnZenetisrn

der Pflanzen.

rere Nachrichten findet man in dem ^uleo Ximlieriano, weiches der Jesuite

im i7O9ten Jahre zu Rom in Folio mit vielen Kupferstichen herausgegeben hat.Ueber dem Eingänge der ersten Galerie stehen die Worte: jacobns III. Kex lvlaAUL Lrimn-niX cliAnatus üoc XlulTum iuvilers KeAia bumauitats 6c benevoleutin inAens ipll pretiuiuallciillit clie secuncla chmü ftim. kcklDLGXVUI. Dergleichen Nachricht von dem Besuchedes Pabstes Clemens des eilsten 1718 ist auf der andern Seite der Thür zu lesen. MeinHerr kann leicht aus unsern ehemals gehabten Unterredungen erachten, daß ich mich in die-ser Sammlung d'es P. Kirchers mit vieler Sorgfalt nach einer chymischen Vegetation, durchwelche Vogel, Krauter und Bluhmen aus ihren Aschen wieder hervorgebracht werden, um-gesehen, und da ich solche nicht gefunden, bey den Jesuiten nachgefraget habe, ob dieselbenicht ehemals unter des P. Kirchers Verlaffenschaft sey anzutreffen gewesen; allein es willniemand hier etwas davon wissen, welches mich desto mehr in der Meynung bekräftiget, daßalles dasjenige, was Monconys, Schort, Gastarel, Digby, Vallemom und abson-derlich P. Aircher davon geschrieben haben, Fabeln sind. Ich bin jederzeit auf diese Sa-che begierig gewesen, und habe mich sowohl in den Niederlanden, in England, Frankreich,Dännemark und Italien, als in Deutschland lange Jahre her bey geschickten Chymicisund in allen kostbaren Kabinetten wiewohl mit vergeblicher Bemühung darnach erkundiget.Dieses ist zwar, wie ich gestehen muß, kein schließender Beweis, allein jedoch ein großerAnlaß zu einem gegründeten Zweifel. Alle Salze und Metalle, so in einem Ickguillo auf-gelöset worden, hangen sich bey erfolgender Ausdünstung des Diffolventen an den Seiten desGefäßes mit ihren subtilen Theilchen wieder an -?), da es denn nicht anders seyn kann, alsdaß aus solcher Concretron oder Crystallisation zuweilen solche Figuren entstehen, welche mitBäumen, Krautern, Bluhmen rc. einige Gleichheit haben. Man versuche Nur des Win-ters an den gefrornen Fenstern, ob man nicht allerley Vorstellungen von Bäumen und Blät-tern werde daran zusammen bringen können (*). Es würde aber wunderlich seyn, wennman diese lormir-,m poluiouem PZNMM all parte8 für eine wahrhafte Vegetation, wie siein den Bäumen und Krautern geschieht, ausgeben wollte. Es ist wahr, daß die Crystalli-sation des in Champagner-oder Burgunderweine aufgelöseten Lall« ftrmonigLi oder Salpe-ters artige Weintrauben vorstellen; allein daß dieses noch keine rechte Vegetation, oder einewahre Verwandschaft mit den natürlichen Weinreben anzeige, beweist eben dieselbe hervor-kommende Wirkung, wenn das 8->1 ftrmcmiacum auch nur in bloßem gemeinen Wasseraufgelöset wird. Und eben dieses Kunststück geht nicht einmal mit Weine an, wenn inan einPorzellangefäß dazu nimmt. Denn aus den verschiedenen Gefäßen, aus der verschiedenenKälte oder Wärme der Luft, aus verschiedenen Eigenschaften des auflösenden I.iguoris, undaus den verschiedenen Lslibus, so aufgelöset werden, kommen auch verschiedene so genannteVeALwtiones hervor. Die Proben davon sind leicht zu machen, weil man Alaun, Vitriol,8al msrinum, Xcmmnacum , Salpeter, OMallum Minerale, 8al cie cluobu8 und derglei-chen ohne große Unkosten haben kann. Aus diesem Schattenwerke der Pflanzen ist inanauf die k.ckinAeneliam der Bluhmen gerathen, von diesen ferner auf die Hervorbrin-gung der Vogel und anderer Thiere aus ihrer Asche, und endlich gar auf die Auf-

erwe-

<?) Lonk. Ast?. KaM/e t/el

»722.

(*) Der dritte Theil der Schriften der dä-nischen Akademie der Wissenschaften pranget

mit einer vorzüglich schönen Abhandlung desnunmehr verstorbenen großen dänischen Gelehr-ten Johann Gramm: cle srtlkcio ngturL, guocertarum rerum iiiisglnes in kenettrls vitrcis Ze-it,