Mas es ei-gentlich sey.
Alte Ge-wichte.
8. 8teü»no.
(l'emplum^lerculis oderLolir.)
8. UsrtLäcl' ttorto.
Wie mandie krelco-Gemäldevoneinem'Ortezum andernbringe.
8 .
llliverLtrice.
Fabeln voneinem Dra-chen.
8 . Mria
IvlAAZiore.
A20 xn Brief. Relation von den geistlichen Gebäuden,
solchen Probe sollten abspeisen lassen. Andere haben mMinam, welche Herkules aus-gerichtet haben soll, daraus gemacht; andere noch was anders. Endlich ist man von allendiesen Schwachheiten abgekommen, nachdem sich gefunden, daß die Löcher solches Steineszu nichts anders gedienet, als daö an niedrigen Orten zusammen laufende Wasser dadurch indie unter solchen Steinen befindlichen Cloaken abrinnen zu lassen, wie man deutlich an demGebrauche eines dergleichen Steines in der pabstlichen Kanzler) bemerket.
An der Seite der Kirchthüre sind zween schwarze Steine eingemauert, welche Gewichteder alten Römer gewesen sind. Man giebt vor, daß die Heiden diese zween Steine den Chri-sten an die Arme oder Füße gehängt, um in den Martern sie desto mehr leiden zu machen.
Dieser Kirche gegenüber liegt der ehemalige Tempel LLercullü oder 8 n 1 is, heut zu Tage8. 8 telan». Der Pabst Clemens der eilfte hat diesen großen Platz aufräumen und den al-ten Boden, der ganz mit Schutt bedecket lag, wiederherstellen, auch in der Mitte einenBrunnen aufrichten lassen. Wer in dieser Gegend herum wandert, hat Mühe sich einzu-bilden, daß er sich in einer Stadt befinde, so ähnlich sieht alles einem verstörten offenen Fle-cken und Landgute.
8. kvlsrig ^orto ist wohl gemalet und verguldet. Bey dem Hauptaltare findetliche Stücke ä freien zu sehen, welche mit samt der Mauer, worauf sie gemalet sind, ausder St. Peterskirche hieher gebracht worden, da man an ihre Stellen mosaische Werke ge-setzt hat. Man sollte sich kaum einbilden, daß man ein Gemälde, so auf Kalk gemalet ist,von einem Orte in einen andern versetzen könnte. Allein die Hochachtung für alte Stücke,welche oftmals an Orten stunden, da ihnen der Wind und Regen vielen Schaden zufügte,hat alles versuchet, und endlich auch diese Sache möglich gemacht. Das Gemälde wird insolchem Falle erstlich mit Leinewand überzogen, damit ihm der Staub nicht Schaden zufü-ge, sodann in Bretter und Schrauben fest gefastet. Wenn man nur erst ein Loch in dieMauer gemacht, so säget man hernach große Stücken ohne Zertrümmerung, so hoch undbreit als man sie haben will, heraus. Ist die Mauer zu dicke, so nimmt man vorher vonhinten zu etwan die Hälfte davon weg.
8 . öckaria Uibermrlee oder libera nc>8 a pelle, giebt den Leuten Gelegenheit zu lächerli-chen Erzählungen. Vor alten Zeiten hielt sich hier ein großer Drache auf, welchen die ve-stalischen Jungfrauen zu Anfange eines jeden Monats mit Mehlspeisen fütterten. NachEinführung des Christenthums und als diese Speisung aufhörte, gab die Schlange einenso giftigen und ansteckenden Hauch von sich, daß täglich drey hundert Menschen davon star-ben. Man schob alle Schuld aus die Christen. St. Sylvester aber zeigte, daß unter denumgekommenen Leuten kein einziger Christ zu finden und diese völlig unschuldig wären. Zumehrerm Nachdrucke seiner Rebe gieng er allein beherzt in die Höle, versiegelte mit einemRinge, worauf das Kreuz gegraben war, den Rachen des Drachen und die Hole; die Hei-den aber, so vor dem Eingänge der Höle gestanden und gestorben waren, erweckte er alledurch die Kraft seines Gebethes vom Tode. Wer es nicht glauben will, kann es zum we-nigsten schriftlich an der Wand dieser Kirche lesen. Der Platz dieser Kirche liegt nichtweit von dem Orte, wo Curtius sich vor Zeiten in den Abgrund gestürzet haben soll: alsokann eine Fabel der andern geholfen haben. An der Wand der Kirche steht auch zurNachricht, daß allhier Konstantin der große getaufet sey. Unter einem Crucifixe fand ich fol-genden artigen Gedanken: nie lolus gmcw, non rnca culpa, tenet.
8. öckoria öckiiMoi'L ist weitläuftig beschrieben und mit vielen Kupfern erläutert von
äe änLLms, dessen Werk im Jahre 1621 zu Rom in groß Folio herausgekommen.
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