Band 
[Erste Abtheilung.]
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und päbstlichm Pattästen in Rom. §2z

übrigen Statuen von Vasoldo und Butio. Die dabey befindliche trefflichen Statuen dc-heil. Bernardi und des Hohenpriesters Eleazar, welcher in seinem Kirchenschmucke mit ei-ner Rauchpfanne erscheint, hat Nik. Cordier verfertiget. Die Gemälde dieser Kapellefind von den berühmtesten Meistern Guido Rhein, Lanfranco, Baglioni, Arpino, Mal-vicino rc.

An dem Altare sind vier gestreifte oder canelirte Seulen von Jaspis oder vialhro Portrait derOrientale, mit Zierrathen von vergütetem Metalle; die Lornicbes, piecielisrmx und kriles h'Maria vonsind voll Jaspis und Achat zusammengesetzt. Zwischen diesen vier Seulen zeiget sich das ^Bildniß Maria mit dem Kindlein auf dem Arme, vom Evangelisten Lukas gcmalet, und inLazulistein gefastet. Ueber ihr ist eine goldene und mit Edelgesteinen reich besetzte Krone zusehen. In dem kromiipicio des Altars stellt ein bss-reliet von vergütetem bronro den Zgz.relie5Pabst Liberium vor, wie er den Bau dieser Kirche, nach einem desfalls gehabten Gesichte, vorn Pabstein Schnee abzeichnet. Diese ganze Kapelle mit allen dem was darinnen, ist von Flaminio Libcrius.Pontio einem Mayländer angegeben, und soll dem Pabste Paulus dem fünften über eine Mil-lion Scudi gekostet haben. Sie hat ihre eigene Sacristey, welche mit einem reichen Scha- Kostbarkeittze pranget. Unter andern sieht man darinnen ein silbernes Kreuz, so hoch, als die Person dieser Kapel-des Pabstes Paulus des fünften gewesen mit sechs silbernen Leuchtern, welche sieben Stücke ^ ^ ^zwölf tausend Scudi gekostet haben; etliche ?aIIiotta oder Ueberkleidungen des untersten bacrtstey.Theils vom Altare aus gediegenem Silber; die Himmelfahrt Maria unh dabey die drcyzehnApostel (Paulum dazu gerechnet) dritthalb Fuß hoch; sechs Obeüicos, in welchm Lichterstehen können; sechs große bulbi oder Brustbilder, woriunen Reliquien verwahret werden,und viele andere Dinge, alle von Silber, nebst einer Kola ckOro, welche Paulus der fünfte Koka ä'Oro.geweihet hat. Diese sieht einem Bluhmentopfe nicht unähnlich, man macht sie aber heutezu Tage kostbarer; viele goldene Kelche von drey bis vier Pfunden schwer, mit Smarag-den, Sapphiren, Rubinen und Diamanten besetzet. Nachdem uns ein Geistlicher alle dieseDinge nach Belieben betrachten lassen, sagte er endlich, er wolle uns noch uua bolla Oaian-teria zeigen, und solches war ein kleiner artiger Altar aus lauter Edelgesteinen zusammen-gesetzt, worunter ein erhabener Hyacinth von der Größe einer mittelmäßigen Tobackdose be-findlich war, ein Stein -Igua Marina als eine große walsche Nuß, welcher demjenigen, derin der Krone des Königs von England George des ersten ist, nichts nachgiebt, und zweenTopase von eben solcher Größe. In dem Kästchen ist die Krippe zu Bethlehem vor-gestellet.

Wenn man mit Mühe diese Schönheiten verlassen, kömmt man an die Kapelle der Grabmaale.Strozzi, welche sowohl als die nächst darauf folgende der Ivlgäonns etliche gute Gemäldehat, und endlich folgt in der Ordnung die der Familie Cesi zustehende Kapelle, in welcherzwey Grabmaale von Kardinälen aus diesem Geschlechte mit Särgen aus kietra kamgonaund mit metallenen Brustbildern zu bemerken sind. Außerhalb derselben hat der Freyherrvon Fürstenberg, Bischof zu Münster und Paderborn, dem Augustino Favorit! ein präch-tiges Grabmaal von grünem, rothem und gelbem Marmor aufrichten lassen. Die Zeich-nung ist von Lud. Gimignani, und die Bildhauerarbeit von Phil. Carcani.

Aus den Gelehrten, welche in dieser Kirche begraben liegen, will ich den einzigenpäbstlichen Geschichtschreiber Platinam anführen, dessen Grabschrift mit folgenden Worten Platina,abgefasset ist r

8ixci IV. kont. kvl-ix. an. VIII.

Lte^lisno gui vixit an. XX VII. inen. IX. ä. 12.

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