8. ksolo slletre k^ontsne.8. Vincenro.
EpitaphiumFcrd, Ughelli
8. Claris üel-Is 8cgls cielLiclo.
Gemäldevom Feg-st u er.
OItgccuiib«.
Zehntausend
Märtyrer.
Drey Wun-derquellen.
Z4o xi.ix. Brief. Relation von den geistlichen Gebäuden,
Bey der Kirche 8. kaolo alle Ire Soutane besieht man zugleich 88. Vmcenro e Ana-slalio alle tre konlane, welche auch ursprünglich dem heil. Paulo gewidmet ist. In dieserletzten Kirche ist außer denen an den Wänden gemalten zwölf Aposteln, wozu die Zeichnungvon Raphael seyn soll, wenig zu beobachten. Rechter Hand, wenn man in die Kirche tritt,zeiget sich das Grabmaal Ferdinandi Ughelli mit folgender Aufschrift:
k'erstinsnsto fkobellobiujus Aloiiallerii Abb^ti.
Elitäre nnliri Ärmste 8eoull stecug,
Virtutibus, laboribuL, inoclollia,
Lui stehet Italia fgcros Amillikss(stii trsxit e mortis lepulcro tot vlros M
?crire in mortis stuu nuuquam potest.
Obüt XIV. Xal. stm. Ann. XlvdXX. Lt. I.XXV.kraue. kpiste. Oilieuli8De fuo c.ctorisguL Italic kchifeopatibu8ll. XI. postük.
Dieser Kirche gegenüber ist eine sehr artige achteckigte Kapelle st, 8. Xlari» stella 8cala stelQelo. In der Tribuna oder über dem Altare des h. Bernhardi ist alte mosaische Arbeitund das Gemälde des Altars stellet vor, wie die Seelen aus dem Fegefeuer durch Engelgeholet werden. Nach dem Zeugnisse der Worte, so am Altare zu lesen sind, erlösec jedeMesse, die hier gelesen wird, eine Seele aus dem Fegfeuer. Man geht aus dieser Kapellein Latacombas oder uiiteriredische Gange, welche vor diesem nicht nur biö-St. Sebastian,sondern sogar bis nach Ostia sich sollet, erstrecket haben. Aus dem Platze zwischen den itzt-gemeldken Kirchen 8t. ViuceuLO e Auallasto und 8. Xlaria stella Icala stel dnelo bis 8. ?ao-lo alle Ire l'ontaiis sollen zehn tausend Christen den Märtyrerrod erlitten haben. Es sindauch Steine aufgerichtet damit kein Vieh dadurch dringe und den Platz betrete; weil Pau-lus von der erstgenannten Kirche bis zum Orte seines Todes knieend gekommen seyn soll.Ein Theil davon ist nun in eine kleine Kirche verwandelt, in welcher drey lebendige Quel-len unter eben so vielen nebeneinander stehenden Altaren hervor kommen. An jedem Altareist ein abgehauener Kopf eu bas-erlief zu sehen, und die Quellen, so etwan sechs bis siebenFuß voneinander entfernet sind, haben ihren Ursprung dem Haupte des Apostels zu danken,welches, da es von seinem Körper geschieden war, drey Sprünge auf die Erde unter deut-licher Aussprechung des Namens Jesus gethan haben soll. v^nonivs in Aunal. keelefäst Arm. 69, n. IZ meldet, daß die erste Quelle süßer als die andern, und einigermaßen nachMilch schmecke, die andern zwo aber, ob sie gleich sehr nahe beystimmen, dennoch ganz ver-schiedenes Wasser führen, welches daher gekommen, weil bey dem ersten Niederfallen desKopfes aus seinen Adern nichts als Milch geflossen, und das Blut erst bey den andern Fäl-len gefolget. Dieses erzählen die f-itre» des hiesigen Bcrnhardinerklosters ihrem lstilloricogetreulich nach. Ich meines Ortö,der ich übrigens für gar nichts außerordentliches hal-te, daß jweene ganz nahe beysammen hervorquellende Brunnen verschiedenen Geschmackesseyn, habe aller angewandten Aufmerksamkeit ungeachtet diesen gerühmten Unterschied allhiernicht finden können, und nehme daraus deutlich ab, daß meine dem Joche eines solchenGlaubens widerspänstige Sinnen sich niemals recht zur Lehre von der Tranösubstantiationbequemen werden. Dieses habe ich indessen bemerket, daß die letzte Quelle zur linken Hand,
wenn