Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
549
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und dem Castell von St. Angel» in Rom. Z49

Die fünf Eingänge in diese Galerie, so mit eisernem Gitterwerke verwahret sind, haben aufjeder Seite eine jonische Seule von violet-blauem Marmor. Ueber der mittlern oder Haupt-pforte ist in einem marmornen bas-reliek vom Ambrosio Malvicino der Heiland vorgestellt,wie er Petro die Schlüssel giebt. Ueber dieser Galerie ist die Loge, von welcher der Pabst Pabsttichedreymal im Jahre, nämlich am grünen Donnerstage, am ersten Ostertage und am Himmel-fahrtsfeste den öffentlichen Segen ertheilet. Am grünen Donnerstage wird dabey die llullar» DEM von zween Kardinalen, die Diaconi smd, und zwar voll dem einen latei-nisch und von dem andern in italienischer Sprache abgelesen, und darauf vermittelst der Her-abwerfung und Auslöschung eines Wachslichtes, der Fluch wider die Ketzer sulminiret. Dasvoüsin dieser Loge oder Tribuna ist vom Cavaliere Giov. Lansranco angegeben, und vomPietro Santi Bartoli in Kupfer gestochen. In der Galerie, welche zu Abführung allerUnreinlichkeit mit etlichen springenden Wassern versehen ist, findet sich über der Hauptpforte ^ein Werk von mosaischer Arbeit, so ehemals in der alten H'rche gestanden, und samt seinerMauer hieher gebracht worden. Giotto, ein fiorentinischer Maler, der im Jahre izz 6 ge-storben, ist Meister davon, und bekam er zweytausend und zweyhundert Gulden, (welchesdamals eine große Summe war) vom Kardinal Jakob Gaetano Stefaneschi, Nepoten desPabstes Bonifacii des achten zur Belohnung. Es stellet dieses Stück die Schicksale derrömischen Kirche vor unter dein Bilde eines Schiffes, worinnen sich die Jünger Christi ingroßer Gefahr von Sturm und Winden befanden. Der Heiland erscheint auf den Wellenund rettet Petrum, der ihm aus dem Schiffe entgegen gegangen war. Der Mann, so amUser sitzt und mit einer Angel fischet, wird von Kennern für das künstlichste am ganzen Wer-ke gehalten. Auf der Seite verrichtet ein Bischof sein Gebeth auf den Knieen. Vorzei-ten las man darunter die Verse:

()nem lignictosstel-iIi Amckientein sterilere stustusImperitL!, stckumgue regi5 trepiciumgue labauteinklrigis öc celebrem reääis, virtutibus almuiu,

Ickoe stiberis rochtante, Oeus, coutiugere portum.

Auf dieses Sinnbild zielte auch Jnnocentius der neunte, wenn er an den Kaiser Friedrichden zweyten schrieb:

kiliterls messtum navim kubmerZere ketri:

?1u(stuJt,öc iruirgusm mergltur illa ratis.

Der Fußboden der Galerie ist mit schönem Marmor belegt, und die Decke mit vielervergüteter Stuccaturarbeit gezieret. Rechter Hand bey der Treppe, ehe man durch denvaticanischen Pallast geht, ist die Ltatua Lguestri 8 Lonst-mriui lvl. welcher noch von der Er-scheinung des leuchtenden Kreuzes bestürzt scheint. Sie ist nicht völlig zu Stande gekom-men , und mangelt ihr die Polirung noch; indessen aber wird sie doch sowohl wegen ihrersonderbaren Größe (indem sie aus einem einzigen Stücke von weißem Marmor besteht) alswegen ihrer Schönheit von jedermann hoch gehalten. Der Künstler und Meister davon istLaurentiuS Bernini H. An dem Ende der andern Seite ist eine gleiche Statue Karls des csro-großen aus einem Stücke Marmor vom Augustino Cornacchini einem Florentiner verferti- ^get, zu finden. Man setzt aber an dieser letzten aus, daß der Hintere Theil des Pferdes zu

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ben, derendas erste ist der Hauptaltar in dem den- stuhl Petri eingeschlossen ist. z) Das Taberna-tro des Kreuzganges mit seinen vier metallenen kel dieses Altars, in welchem die geweihete Obla-Seulen. r) Der Altar, worinnen der Predigt- te verfahret wirb. 4) Die vier Tribunen um

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