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u. Brief. Fortgesetzte Nachricht
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ksollNA.
Zimmer fürden neapoli-tanischenVllelloy.Gemälde undDildhauerar--eit.
Hölzerne
Stühle.
Tapeten.
Florentim-sche Arbeit.
Bernstein.
Gemälde.
Gemälde im
(7»nllllc>rio
8ecreto.
Garten desquirinali-schen Balla-stes.
Wasser-
künste
weil sie in vielen Stücken diejenige, so gleichen Namen im Vatican führet, übertrifft. Auf^.dieser Seite sind viele Zimmer, worinnen die Vice-Ko^s von Neapolis, wenn sie durch Rom^reisen, zu logiren pflegen. In der großen Galerie sieht man eine Menge von biblischen Ge-schichten, woran die berühmtesten Maler vom Gregorius dem dreyzehnten bis auf Urban denachten ihre Kunst erwiesen haben. Es stehen auch etliche Modelle von Gebäuden darinnen,nebst alten marmornen Brustbildern und einer artigen Pyramide, die zwar nur einer Ellenhoch, aber von trefflichem und rarem Marmor auf einem kleinen Felsen von besondrem Mar-mor und einem Grunde von Lazuli aufgerichtet ist. Mhier habe ich die hölzernen Stühleund Bänke wie im Vatican befunden, ausgenommen, daß diesesmal währender 8 eciis-Vg-csnr des verstorbenen Pabstes Wapen ausgelöschet und der ganze Plah, wo es vorher gestan-den, verguldet war. Des Pabstes Zimmer sind hell, groß und hoch, die Aussicht darausist sehr «mgmehm, und die Tapeten bestehen aus rothem Damaste, so mit goldenen Galonenbesetzt isn Jn^nem Gemache steht die Verkündigung Mariä aus erhabenen kostbarenSteinen nach suMntinischer Arbeit zusammen gesetzt und mit dergleichen Früchten umgeben.Es ist dieses Stück ein Geschenk des Großherzogs von Florenz, welches man nicht anders,als mit vielem Vergnügen, besehen kan. In dem Audienzsaale ist die Abnehmung Christivom Kreuze von Bernstein in Ebenholz und Lazuli eingefaffct. Die kleine Privatkapelleund in derselben insbesondere die schöne ^uimuclaw hat Guido Rheni gemalt. In desPabstes Schlafkammer nahe an seinem Bette hängt ein Lcce Koino, oder wie Christus nachseiner Geißelung von Pilato den Juden vorgestellet wird, sosehr hoch gehalten wird undvom Albani gemalet ist, der auch in der itztgemeldten Kapelle noch einige andere Stücke ver-fertiget hat. In das Zimmer unter dem Uhrwerke hat Innocentius der zwölfte ein treffli-ches .Vlollriciun, welches Mariain mit ihrem Kindlem vorstellet, setzen lasten. Das Delleiudavon hat Caroluö Maratta gemacht, und ist solches auch auf der andern Seite der Mauergegen den Garten zu sehen. In dem Ocmllüorio 8 ecrew ist in einem großen Gemälde vomPietro di Cortona abgebildet, wie nach der apokalyptischen Erzählung der Engel den Dra-chen bindet. Das Stück ist schön, und dieses besondere daran, daß die Engel die dreyfachepäbstliche Krone gen Himmel tragen, nicht anders, als wäre dieses eine dem Drachen abge-nommene Zierrath oder Beute.
Der an diesen Pallast stoßende Garten ist groß und wohl gelegen, wird aber nicht, wiees seyn sollte, unterhalten. Auf dem einen ebenen Platze beym Gebäude ist der Fußbodenaus kleinen Steinen von mancherley Farben, so die Figuren von Tulipen, Drachen rc. undden Namen Gregorius des fünfzehnten vorstellen, zusammengesetzt. Die grünen hohenWände im Garten sind von Cypressen und Lorber, einige Brusthecken aber von Xloi-mllo, sodem kleinen Buchsbaum sehr ähnlich sieht, und dabey wohl riecht. In dem Vogelhausewaren dieses mal nur etliche Turteltauben, weiß und schwarz gespränkelte Pharaonshühner,die sonst l'oule^ genennt werden, und Pfauen. Durch ei» artiges Lorberwäldchen
geht man in den niedrigen Theil des Gartens, der mit mancherley Wasserkünsten versehenist: einige derselben geben den Schall der Posaunen und Pauken von sich, andere solcheSchläge, dergleichen man zu hören pflegt, wenn Rackeren und Granaten zerplatzen; und nocheine ahmet der Stimme des Kuckucks nach. Eine Orgel spielet ohne Zuthun von Menschen-händen, und über derselben drehet sich ein Stern beständig herum; an einem andern Ortewird eine Kugel durch den von unten in die Höhe blasenden Wind dergestalt in der freyenLuft erhalten, daß sie weder auf die Seite noch zur Erde fallen kann. Es ist aber Schade,daß das Wasser, so man zu diesen Künsten gebrauchet, vielen Dsrtarum oder Tufstein mit
sich