Band 
[Erste Abtheilung.]
Seite
625
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weltlichen Gebäuden in Rom. 625

einem Stücke. Uebrigens findet man hier lisch viele andere gute Statuen und schöne Ta-peten.

Der barberinische Pallast ist nach dem Vatican der größte in Rom, und zählet manviertausend Kammern darinnen. Seine zwo Haupttreppen sind sehr wohl angelegt, und fin-det man auf der einen einen großen Löwen von trefflicher Arbeit, welcher unter Urban demachten in dem lvlanlkleo Ickboms bey Tivoli auögegraben worden. Der klakonll desgroßen und schönen Saales ist vom Piekro di Cortona <- tresico gemalt, und daran die Re-gierung Urbans des achten in vielen symbolischen Figuren vorgestellet. In der ersten Vor-kammer des Kardinals sind die marmornen Statuen Domitianö,der Ceres, der GemahlinnTrojans,der Plotina, Venus und einer Amazoninn zu sehen, vornehmlich aber des Brutus, wel-cher die Köpfe seiner von ihm zum Tode verurtheilken Söhne in Händen halt. Hiebey be-finden sich vier Seulen von^larmo iwAro,eine von Veräe antico, die Köpfe des Papiriuö undder Pallas, nebst etlichen Gemälden vom Pietro di Cortona, Andrea Sacchi und Camaffeida Bevagna. In dem zweyten Zimmer stehen drey von denen größten Gemälden, die inRom sind, nämlich ein kacckauale nebst einem Göttermahle, beyde vom Romanelli, und ri-lle vom Carls Napolitano verfertigte Copey der Schlacht zwischen Konstantin dem großenund Marenlius, davon Giulio Romano das Original im Vatican gemalek hat. Zwey Ge-mälde vom Guercino,zwey Kalla vom Marius und Sylla, ein schöner Kopf Jupiters, und einschlafender Satyr, der von neuerer, und, wie etliche wollen, Bernini Hand ist, haben gleich-falls ihren Platz allhier gefunden. In dem Audienzsaale stehen viele alte vasia, die Kalla vonHntiAono und ^lexanäro klaßno, welches letztere vor andern hoch gehalten wird, sowohl alsder hier befindliche Kopf lullia-, der Frau 'larguinä 8uporki und das Haupt 8eptimi 8e-veri aus kronxo. In dem nächst daran stoßenden Zimmer sind die Köpfe Declus und Va-lerians nebst guten Gemälden zu bemerken. Ehemals zeigte man auch hier das Bildnißder heil. Maria vom Titiano gemalt, und eine alte 8tatuam Oianre kchbesire, sie sind aberbeyde verschenkt worden, und zwar die letzte an Philipp den fünften, König in Spanien.

In den obern Sommerzimmern, so gegen Morgen gelegen sind, sieht man St. Se-bastian vom Lanfranco, ein Opfer vom Pietro di Cortona, Loth mit seinen Töchternvom Andrea Sacchi, und zween Apostel vom Maratta gemalt; die MignaturportraikeJohann des dritten, Sobiesky, Königs in Pohlen und seiner Gemahlinn, nebst den mar-mornen Brustbildern Domitians und der Mammäa. Des Kardinals Schlafzimmer istmit himmelblauem Damaste meubliret und mit den vornehmsten Historien des alten und neue»Testamentes, welche Julius Romanuö <m miZn-nure gemalet hat, ausgezieret.

Was dem Noah im Weinberge begegnet, hat die geschickte Hand des Andreä Sacchiin dem nächsten Zimmer abgebildet, und Titianus die Herodias, wobey man noch zweenrare Köpfe findet, nämlich des Julius Cäsars aus kietra lligia Lchrria, und 8cipioni5 ^lki-cani aus Oiallo antico, ein Brustbild Urbans des achten aus Porphyr mit dem Kopfe ausMetall, nach der Zeichnung Bernini, die Kulla Marci Aurelii und Lucii Veri, nebst einemkünstlichen Uhrwerke, so in einem mit Juwelen und cmail bereicherten silbernen Kreuze ein-geschlossen ist. Hiernächst folgt eine Fontaine mit ihren Kallms von kronro, worauf Venusvon vier Delphinen gezogen erscheint, gleichfalls von Metall. An der Wand stehen dieBruststücke 8cipioni8 ^kric mi, Neronks, Maximini, Caligulä, Alexandri Severi und an-derer; die Statue einer Jagerinn, das Portrait des Kardinals Antonii vom Maratta ge-malt, und in zween mit gläsernen Thüren verwahrten Schränken verschiedene Raritätenvon Achat, Bernstein, Ambra, Bezoar und geschnittenen Steinen. In der ersten und an-

Kkkk dem

Barberimscher Pallasthat 4000Kammer»Von derStatue einesLöwen.

Saal.Gemäldeund Sta-tue«.