nach Neapolis. 74z
Endlich ist ein kbwnix und Wundermann der medicinischen Facultät, kaulmns Kot- Epitaphiumtonius, nicht mit Stillschweigen vorbey zu gehen, weil ihm sein Grabmaal in St. Eligii Kir- eines rarenche das Lob beyleget, daß niemals ein Kranker unter seinen Händen gestorben, welches ge- kleclici.wiß was außerordentliches seyn würde, wenn man versichert wäre, daß dieser gute Mann ei- - «ne starke kraxln gehabt hätte, oder man nicht wüßte, wa^ die Leichenpredigten und Grab-steine für Freyheiten haben. Das Epitaphium ist indessen folgendes:
k>. 0. XI.
kaulino kottonioXkoälco prLLlarllsimoHt omnibus cloälriuis cxeultoX gno vlvo kuuus nullumk^t ab eo inortuo oinnlum luclusLenatus ko^ulusgue (lrun^anenlls(ilivi bsncmerentlstlino k.
Anno 8aluti8 Xl O L Xb..
Lrat. si KXlI.
In der Kirche St. Anna ist des kaZauinl kucli Grabmaal mit folgender Beyschrift LplkZpdlumzu bemerken: ?»AANL,n
I.ucü.
KÜL, KX6bIIXlkl, jaces, Xluuirum Aioria, K.uc1OramwatlcL paritcr Xbotoricoequo clecus,
Lusiis jain merlti8 tautuin Ounpanla ciedet,
Varroni guantuin maxims k.oina kuo.
Alt-Capua, so mit seinen wollüstigen Sitten Hannibals Kriegsheer geschwächct und Alt-Capua.verdorben hat, liegt zwo italienische Meilen von hier rechter Hand gegen Neapolis zu. Vonseinem ehemaligen Prachte ist außer etlichen ruclerlbus eines Amphitheaters nichts sonder-liches mehr zu sehen, und haben die Wandalen, Ostrogothen und Longobarden alles in Grundzerstöret. Von Neu-Capua bis Neapolis sind sechszehn italienische Meilen in der schönsten Gegend vonGegend, die man nur wünschen kann. Die Straße ist zwar neuer als die Via Xppia, giebt Capua nachihr aber an Schönheit nichts nach, und währet in lauter Alleen öfters ganze Vierthelstunden Ncavolls. .lang in gerader Linie. Zu beyden Seiten sind besaete Felder, Kohl-und Weingärten.
Selbst die großen Bäume der Allee dienen den Weinreben anstatt der Stangen, also daß siean denselben hinauf laufen und als teüons oder Bluhmengewinde sich von oben her wiedermit einander verbinden.
Im Monat Februar und März hat man genug zu thun, wenn man vom frühen Mor-gen bis es Abend igjrd mit einer 8ocüa sieben Posten zurück leget; in langen Tagen aber Weges vonverrichtet man die Reise von Rom nach Neapolis, so siebenzehn und eine halbe Post austrägt, Rom.bequem in zween Tagen. Die zwey Pstrde, so vor die 8ecsia gespannt werden, bezahlt manauf jedem Postwechsel im Neapolitanischen mit eilf Carlini, und für eine entlehnte 8eäia giebtman halb so viel. Die Wege sind im Neapolitanischen gut, die Postpferde trefflich, und istes eine Lust in diesem Lande zu reifen. Das einzige hat man wohl zu beobachten, daß man wegensich mit vollwichtigen Louis d'or oder spanischen Pistolen versehe, weil sie mit der äußersten des GeldesSchärfe alles Gold nachwägen, und darübe^sowohl unterwegens als in der Stadt Neapolis zubeobach-unnökhige Schwierigkeiten machen, nur bannt sie solche um einen geringern Preis bekommen ten.
mögen.